SPIEGEL TV Magazin Die Todesfahrt der GSG-9-Männer
Tödliche Verwechslung - Irakische Aufständische entschuldigen sich für Tod von GSG-9-Beamten
Nach Recherchen von SPIEGEL TV führte eine Verwechslung zum Tod von zwei GSG-9-Beamten im Irak. Ein Sprecher des irakischen Widerstandes sagt im SPIEGEL-TV-Interview exklusiv, dass die Aufständischen die Deutschen für amerikanische Spezialkräfte gehalten haben. Er entschuldigte sich für den Tod der Männer. Vor der Fahrt des deutschen Botschaftskonvois im Irak gab es zudem ernst zu nehmende Sicherheitswarnungen. Das geht aus Informationen hervor, die SPIEGEL TV Magazin exklusiv vorliegen. Im Interview mit SPIEGEL TV sagten die überlebenden Fahrer des Konvois übereinstimmend aus, dass sie vor Antritt der Fahrt am 7. April vor der Reise gewarnt hätten. Auf der Strecke zwischen Amman und Bagdad waren kurz zuvor heftige Gefechte zwischen irakischen Aufständischen und der US-Armee ausgebrochen.
Diplomat des Terrors - Bin Laden verbreitet Videobotschaften erstmals auf Deutsch
"Dies ist eine Botschaft an unsere Nachbarn nördlich des Mittelmeers. Es beinhaltet eine Versöhnungsinitiative..." Mit diesen Zeilen beginnt eine Texttafel auf der jüngsten Videobotschaft Osama bin Ladens. Experten gehen davon aus, dass die Stimme auf dem am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Band die des Terrorchefs ist. Das Besondere an dem Video: Erstmals verbreitet Bin Laden seine Botschaft auch in Deutsch. Das 23 Minuten lange Originalband von al-Qaida enthält insgesamt 37 deutsche Texttafeln. SPIEGEL TV Magazin zeigt erstmalig Auszüge daraus. Unter anderem heißt es auf den Tafeln: "Das Töten von Europäern geschah nach ihren Einmärschen in den Irak und nach Afghanistan..." SPIEGEL-TV-Reporter Helmar Büchel über Bin Ladens Terror-Diplomatie und das Friedensangebot an Europa.
Bush in der Vietnam-Falle - Der Irak außer Kontrolle, und die Heimatfront bröckelt
Mit zwei knappen Sätzen tat George W. Bush die Frage ab: "Ich denke, der Vergleich ist unangebracht. Außerdem denke ich, dass er die falsche Botschaft an unsere Truppen und an den Feind sendet." Der Vergleich Vietnam-Irak ist für den US-Präsidenten kein Thema. Das machte er auf seiner Pressekonferenz am Dienstag im Weißen Haus all zu deutlich. Doch die Diskussion, ob die Amerikaner im Irak ein zweites Vietnam erleben, ist spätestens mit der Schändung von Leichen getöteter Amerikaner in Falludscha Ende März voll entbrannt. Vom "Vietnam-Faktor" und "Bushs Vietnam-Falle" ist in US-Medien die Rede. Wenn sich die Aufnahmen von getöteten und verschleppten Amerikanern in den Hauptnachrichtensendungen häufen, könnte das dem Wahlkämpfer Bush zum Verhängnis werden. SPIEGEL TV Magazin über Bushs Vietnam und die Macht der Bilder.
Guerillakrieg in Falludscha - Mit US-Fallschirmjägern im Einsatz
"Dreamland" hieß das Anwesen zu Saddams Zeiten, das die Männer der 82. Airborne Division vor Beginn des Schiiten-Aufstandes im Irak als Basis nutzten. Wo sich früher Saddams berüchtigte Söhne amüsierten, haben sich amerikanische Soldaten ausgebreitet, nur wenige Kilometer von ihrem Einsatzort Falludscha entfernt. Die kleine Stadt westlich von Bagdad gilt als eine der Hochburgen des Widerstandes im Irak. In den vergangenen zwei Wochen haben sich Amerikaner und Aufständische erbitterte Gefechte um die Stadt geliefert. Vor Beginn der Kämpfe versuchten die Fallschirmjäger der 82. Division Falludscha unter ihre Kontrolle zu bekommen, mit geringem Erfolg. SPIEGEL TV zeigt Bilder eines französischen Kamerateams, dem es gelang, die amerikanischen Soldaten zehn Tage lang bei ihrem Einsatz in Falludscha zu begleiten.