SPIEGEL TV Magazin: Schumi, Schampus, Schickimicki - DER SPIEGEL
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SPIEGEL TV Magazin Schumi, Schampus, Schickimicki

Schumi, Schampus, Schickimicki - Glamour-Grand-Prix in Monaco Rasen ohne Rücksicht auf Verluste - Auf deutschen Autobahnen gilt das Gesetz der stärksten Motoren Jonathan getötet - Hat der Schullandheim-Mörder wieder zugeschlagen? Im Chat-Room lauern die Triebtäter - Immer mehr Pädophile missbrauchen das Internet
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Schumi, Schampus, Schickimicki: Glamour-Grand-Prix in Monaco

An diesem Wochenende ist nichts normal in Monte Carlo. Weder der Verkehr noch die Preise. Mit 300 Km/h jagen Boliden durch Gassen, auf denen sonst 40 erlaubt ist. Mit aberwitzigen Preisen für Häppchen und Balkonplätze an der Piste machen die Monegassen das Geschäft des Jahres. Es ist Grand Prix in Monaco: Für Formel 1 und Jetset der Höhepunkt der Saison. Nirgendwo anders ist das Geschehen abseits der Rennpiste bedeutender als an diesem Wochenende an der Côte Azur. Sehen und gesehen werden, Stars und Sternchen im Rennfieber und Schampus schlürfend auf den Yachten im Hafen. Monaco ohne Promis und Partys – das wäre wie Formel 1 ohne Ferrari. Spiegel TV-Reporter Felix Kasten und Kerstin Mommsen haben sich abseits der 32 Kilometer Leitplanken des Mega-Spektakels im Mini-Fürstentum umgeschaut.


Rasen ohne Rücksicht auf Verluste:
Auf deutschen Autobahnen gilt das Gesetz der stärksten Motoren

Ihr Revier ist die A2 und A7: Im Raum Hannover patrouillieren sie mit ihrer unauffälligen, aber PS-starken Dienst-Limousine. Die Polizeikommissare machen Jagd auf Temposünder. Erspähen sie einen Raser, nehmen sie die Verfolgung auf. Mit Videotechnik ausgestattete Zivilstreifen gehören längst zum Standard deutscher Autobahnpolizisten. Wenn Thorsten Flieth und Ralf Thielemann ein Auto im Fadenkreuz ihrer Videokamera haben, wird’s für den Fahrer teuer. Die Aufnahmen dienen der Beweissicherung, bewahren die Beamten aber nicht vor den mitunter abenteuerlichen Ausreden der Raser. Angesichts eines drohenden Führerscheinentzuges wird aus manchem Bleifuß-Rambo sehr schnell ein kleinlauter Verkehrssünder. Spiegel TV-Reporter Oliver Richardt und Dirk Schulze waren mit den Tempo-Cops unterwegs.


Jonathan getötet: Hat der Schullandheim-Mörder wieder zugeschlagen?

Die Tatorte liegen zwar mehr als 1100 Kilometer von einander entfernt. Der eine in Frankreich, der andere bei Cuxhaven. Doch ähneln sich beide Verbrechen so sehr, dass ein und derselbe Täter dahinter stecken könnte. Ein “Schwarzer Mann”, der kleine Jungen entführt, missbraucht und tötet. In Wulsbüttel geschah es zuletzt 2001, das Opfer: Dennis Klein, neun Jahre. In St. Brevin les Pins verschwand Anfang April der elfjährige Jonathan. Am Mittwoch wurde er gefunden, tot. Beide Jungen wurden nachts aus einem Ferienheim entführt. Sollte der mutmaßliche Serienkiller, dem drei weitere Morde zur Last gelegt werden, jetzt in Frankreich zugeschlagen haben, würde dies Ermittlungspannen der deutschen Polizei offenbaren. Denn auf der Jagd nach dem “Schwarzen Mann” sind den Fahndern seit 1992 mehrere Pannen unterlaufen. Spiegel TV-Reporter Amai Haukamp und Udo Müller berichten.


Im Chat-Room lauern die Triebtäter: Immer mehr Pädophile missbrauchen das Internet

Sie verstecken sich hinter falschen Namen, geben sich als Teenager aus, sind auf der Jagd: Pädophile, Kinderschänder, die sich im Internet an Kinder und Jugendliche heranmachen. Wie viele Sextäter sich im weltweiten Netz tummeln, ist nicht bekannt. Klar ist: Das Internet bietet diesen Männern ideale Bedingungen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um das Beschaffen kinderpornografischer Bilder. Pädophile nutzen gezielt Chat-Rooms, um minderjährige Opfer zu finden. Über die virtuellen Plauderkreise wollen sie den persönlichen Kontakt. Laut einer kanadischen Studie treten Triebtäter mittlerweile in mehr als 90 Prozent der Fälle übers Internet an Kinder heran. Die Polizei ist fast machtlos, Eltern ahnungslos. Spiegel TV hat Internet-Pädophile aufgespürt.