SPIEGEL TV Magazin: Jagd auf Ausländer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

SPIEGEL TV Magazin Jagd auf Ausländer

Jagd auf Ausländer - Al-Qaida-Terror in Saudi-Arabien Prügeln für Deutschland - Die EM der Hooligans Wo der Pleitegeier kreist - Wenn Unternehmen bankrott gehen
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?



Tödliche Jagd auf Ausländer -
Al Qaida-Terror in Saudi Arabien


Riad, Mitte April: zehn Tote; Janbu, Anfang Mai: elf Tote; Chobar, Mitte Mai: 22 Tote. Terror in Saudi Arabien. Ausländer sind das Ziel der tödlichen Attacken, zuletzt zwei US-Bürger. Die "Ungläubigen" sollen aus dem Land der heiligen islamischen Stätten vertrieben werden. Die Islamisten rufen zum Bürgerkrieg auf, haben Saudi Arabien längst in den Ausnahmezustand versetzt. Dabei haben Riads Herrscher erst den geistigen Nährboden für die Fanatiker bereitet - mit einer rigorosen Auslegung der islamischen Lehre im eigenen Land. Kein anderes arabisches Land gibt sich so verschlossen und reaktionär wie das saudische Königreich. Die jüngsten Anschläge sind womöglich nur ein Vorgeschmack. Geheimdienste warnen davor, dass Bin Ladens Heimat das nächste große Ziel von Al Qaida sein könnte. Spiegel TV- Reporter Asiem el Difraoui berichtet.


Prügeln für Deutschland -
Die EM der Hooligans

Die schönste Nebensache der Welt spielt sich für sie abseits des Rasens ab. Auch bei der Fußball-Europameisterschaft in Portugal ist dies nicht anders. Angereiste Fans lieferten sich in dieser Woche mehrfach Auseinandersetzungen mit der portugiesischen Polizei. Rund 50 Schläger wurden bis zum Wochenende ausgewiesen, vor allem Briten, aber auch einige deutsche Hooligans. Ein enormer Sicherheitsaufwand ist nötig, um gewaltbereite Fußball-Anhänger bei großen Turnieren wie der EM in Schach zu halten. Mit Slogans wie "Krawall in Portugal" hatten Hooligans bereits vor Monaten für "ihre" EM mobil gemacht. Viele gewaltbereite Fans betrachten die Schlägereien als sportliche Herausforderung. Um sich ungestört von Polizeikräften verprügeln zu können, verabreden sich gegnerische Hooligan-Gruppen geradezu per Handy oder SMS. Knochenbrüche und schlimmere Verletzungen sind für "Hools"" Berufsrisiko. Spiegel TV-Reporter Steffen Haug und Adrian-Basil Mueller berichten.


Wo der Pleitegeier kreist -
Wenn Unternehmen bankrott gehen

Alle acht Stunden geht in Hamburg eine Firma oder ein Unternehmen pleite. Die Zahl der Insolvenzen liegt in der Hansestadt auf Rekordniveau. Aber auch anderswo in Deutschland sieht es nicht viel besser aus. Deutschland, Pleiteland. Treffen kann es jeden, ob die Handelskette mit Millionenumsätzen oder den kleinen Familienbetrieb. Hinter jeder Insolvenz, hinter jedem Bankrott stehen vernichtete Arbeitsplätze, Einzelschicksale, zerstörte Existenzen. Wie bei den Schülers in Hamburg. Verzweifelt haben sie versucht, ihre Druckerei vor dem Aus zu retten. Vergeblich. Der Betrieb ist weg, die Familie ruiniert. Geraten Firmen in bedrohliche Schieflagen, schlägt die Stunde der Insolvenzverwalter. Im besten Fall retten sie ein Unternehmen, im schlimmsten Fall bleibt ihnen nur, die Firmeneinrichtung von der Büroklammer bis zur Stahlpresse zu verscherbeln. Die SPIEGEL-TV-Reporterinnen Amei Haukamp und Sohad Khaldi berichten.