Alles unter Kontrolle: Die Deutschen und ihr Urlaub - DER SPIEGEL
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Alles unter Kontrolle Die Deutschen und ihr Urlaub

Weitere Themen der Sendung: Gewaltorgien in US-Hinterhöfen - Der blutige Spaß der Backyard-Wrestler; Schaulaufen für den neuen JFK - Der Demokraten-Parteitag in Boston; Alarm im Sperrbezirk - Leipzigs Ordnungsamt macht Jagd auf Freier
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Alles unter Kontrolle:
Die Deutschen und ihr Urlaub


"Wir möchten, dass sich die Leute hier genauso benehmen wie zu Hause", sagt Tourismus-Manager Carbo Lisbona und weiß, dass die Leute genau das eben nicht tun. Der Mann kennt das Image seiner Stadt, den schlechten Ruf von Lloret de Mar als Party-Meile für Billig-Urlauber. Damit soll jetzt Schluss sein. An Llorets Stränden gilt neuerdings Alkoholverbot. Wer sich daneben benimmt, bekommt es mit der Polizei zu tun. Zu deren "Kundschaft" zählen vor allem deutsche Jugendliche in Partystimmung. Auf teutonische Tugenden wird aber nicht nur in Spanien wert gelegt. Ordnung muss eben sein, wenn der Deutsche urlaubt, egal ob auf dem Campingplatz, im Reisebus oder an der Ostsee-Küste. Auch während der schönsten Wochen des Jahres geht es nicht ohne Vorschriften und deren Einhaltung. Spiegel TV-Reporter mit Beobachtungen unter Urlaubern und Aufpassern.


Gewaltorgien in US-Hinterhöfen:
Der blutige Spaß der Backyard-Wrestler

Es ist brutal, blutig, beliebt: Backyard Wrestling, heißt ein Freizeitspaß made USA. Zwei Kämpfer, ein Ring, keine Regeln. Vor allem Kinder und Jugendliche riskieren bei dieser brutalen Variante des Wrestlings ihre Gesundheit. Als Waffen dienen Stacheldrahtkeulen, Neonröhren, Tacker. Hauptsache es fließt viel Blut. Edwin Borsheim aus Kalifornien etwa veranstaltet regelmäßig Kämpfe in seinem Vorgarten. Die Nachbarn finden's in Ordnung, solange niemand getötet wird. Und bei Familie Waldriven aus Ohio wird gleich die ganze Nachbarschaft eingeladen, wenn samstags Wrestling ansteht. Die Helden der Hinterhof-Fighter sind die Muskelmonster der amerikanischen Wrestling-Showindustrie. So mancher träumt davon, in dem Showbiz selbst einmal Millionen zu verdienen. Frode Mo berichtet für Spiegel TV.


Schaulaufen für den neuen JFK:
Der Demokraten-Parteitag in Boston

Seine Anhänger waren sicher: Sie hatten gerade dem nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zugehört. Eine knappe Stunde hatte John F. Kerry am Donnerstagabend auf dem Parteitag in Boston gesprochen - die "Rede seines Lebens" gehalten. Ob die 25 Millionen Amerikaner an den Fernsehschirmen die Rede so empfanden, ist ungewiss. Noch liefern sich Amtsinhaber Bush und sein Herausforderer in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Kerry hat noch rund 100 Tage Zeit, dies zu ändern. Der Demokraten-Parteitag in Boston war dafür der Startschuss. Eine pompöse Inszenierung mit 35.000 Teilnehmern. Ein Schaulaufen für den Kandidaten, der Bush aus dem Weißen Haus verjagen soll. Der hatte sich übrigens schon vor der Rede seines Herausforderers am Donnerstagabend schlafen gelegt. Spiegel TV-Reporterin Karin Assmann berichtet aus Boston.


Alarm im Sperrbezirk:
Leipzigs Ordnungsamt macht Jagd auf Freier

Das Bußgeld ist saftig, doch für manch einen Freier ist die Tatsache, in flagranti erwischt zu werden, viel schmerzlicher. Auf Leipzigs Straßenstrich herrscht Alarm. Das Ordnungsamt will die illegale Prostitution in der City effektiver bekämpfen und nimmt sich deshalb jetzt die Kundschaft im Sperrbezirk vor. „Ansprechverbot“ heißt das ganz offiziell in Leipzigs Polizeiverordnung. Mitarbeiter des Ordnungsamtes fahren Streife, observieren ihnen bekannte Prostituierte, nehmen die Verfolgung auf. Dann wird das mutmaßliche Sexpärchen gestellt. „Ist die Hose unten, gibt es keine Ausrede mehr“, so die Freier-Fahnder intern. Bis zu 1000 Euro Strafe droht dem ertappten Kunden. Das ist vermutlich nichts gegen das, was manchem Freier zu Hause droht – falls die Ehefrau den Bußgeldbescheid in die Finger bekommt. Ein Bericht von Spiegel TV-Reporter Adrian-Basil Mueller.