Skandal: Arbeitsämter zahlen Vermittlungsprämie nicht - DER SPIEGEL
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Skandal Arbeitsämter zahlen Vermittlungsprämie nicht

Weitere Themen der Sendung: Russlanddeutsche im Bandenkrieg - Die mörderische Karriere des zwanzigjährigen Eugen N.; Fast Food für die lieben Kleinen - Die Kinderfänger von McDonalds und Konsorten; Prügeln bis das Blut spritzt - Backyard Wrestling in Amerika
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Russlanddeutsche im Bandenkrieg: Die mörderische Karriere des zwanzigjährigen Eugen N.

Vor wenigen Tagen wurden auf einem Brachgelände in der Nähe von Herne zwei stark verweste Leichen entdeckt. Wahrscheinlich Georgier. Nach ersten Ermittlungen der Polizei sind die Toten Opfer eines Drogenkrieges, bei dem im Ruhrgebiet bereits fünf Menschen starben. Bei den Tätern soll es sich um sechs Russlanddeutsche und einen derzeit noch flüchtigen Türken handeln. Laut Polizei soll die Bande innerhalb von nur 42 Tagen sieben Menschen getötet haben. Dezember 2003 wird der türkische Immobilienhändler Kemal T. an Händen und Füßen gefesselt aufgefunden. Umgebracht durch drei Kopfschüsse. Die Spur der mörderischen Bande führt auch nach Rotterdam. Hier findet die niederländische Polizei drei Drogenhändler. Ebenfalls an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt und jeweils mit einem Kopfschuss getötet. Als Chef der kriminellen Vereinigung gilt der erst 20-jährige Eugen N. aus Herne. Der junge Russlanddeutsche mit dem beachtlichen Vorstrafenregister kam 1996 mit seiner Mutter aus Kasachstan. Polizeiangaben zufolge hatten die Mitglieder der Täterorganisation über ihre ethnische Herkunft hinaus kaum Kontakte zu anderen sozialen Gruppen. Täglich mussten die Gruppenmitglieder 400 Euro abliefern, die sie mit Drogenverkäufen und "Schutzgeld-Erpressungen" verdienten. Peter Hell und Udo Müller mit den Hintergründen.


Skandal: Arbeitsämter zahlen Vermittlungsprämie nicht

Lothar Meier hat alles, was ein Arbeitsloser braucht, um erfolgreich vermittelt zu werden: Er ist ein berufserfahrener Maurer, hat einen Vermittlungsgutschein und ist flexibel. So flexibel, dass er sogar ins Ausland gehen würde, um dort zu arbeiten. Im französischen Lyon wiederum sitzt die Vermittlungsagentur von Christine Zahn. Christine Zahn sucht Maurer, bevorzugt deutsche Maurer. Denkt man europäisch, sollte alles kein Problem sein. Doch - man ahnt es schon - die Sache ist viel komplizierter. Denn Frau Zahn bekommt den Vermittlungsgutschein für ihren erfolgreich in Lohn und Brot gebrachten Maurer nicht ausbezahlt. Grund: Der Paragraf 421g SGB III. Danach kann der Gutschein nur eingelöst werden, wenn der Arbeiter auch ins deutsche Sozialsystem einzahlt. Mit anderen Worten: lieber arbeitslos in Deutschland als vermittelt nach Frankreich. Ein Bericht von Andreas Dieste.


Fast Food für die lieben Kleinen: Die Kinderfänger von McDonalds und Konsorten

Pizza, Burger, Pommes - alles, was eine Kinderherz begehrt. In Deutschland gibt der Nachwuchs einen Großteil seines Taschengeldes mit bis zu zehn Euro pro Woche für Fast Food aus. Die Folge: Jedes sechste Kind bringt zuviele Kilos auf die Waage. Und die großen Fast-Food-Konzerne ködern die kleinen Kunden, wo sie nur können. Allein McDonalds veranstaltet 180.000 Kindergeburtstage im Jahr. Auch der zehnjährige Lukas feiert diesmal bei McDonalds. Er darf sich mit seinen Kumpels das gesamte Restaurant anschauen. Höhepunkt der Party: Lukas darf sich einen eigenen Burger braten. Was er nicht weiß und bei seinem Rundgang auch nicht erklärt bekommt: Der übermäßige Konsum von Fast Food kann krank machen. Der amerikanische Filmemacher Morgan Spurlock hat in seinem Dokumentarfilm "Super Size Me" die Folgen von zuviel Hamburgern und Fritten aufgezeigt. In einem Selbstversuch ernährte er sich 30 Tage ausschließlich von McDonalds Menüs - mit verheerenden Auswirkungen. Seine Leber- und Blutwerte verschlechterten sich drastisch, er nahm 12 Kilo zu und wurde von Tag zu Tag antriebsloser. Birgit Großekathöfer berichtet.


Prügeln bis das Blut spritzt: Backyard Wrestling in Amerika

Es ist brutal, blutig und sehr beliebt: Backyard Wrestling, heißt der neueste Freizeitspaß von ein paar ziemlich durchgeknallten Amerikanern. Zwei Kämpfer, ein Ring, keine Regeln. Vor allem Kinder und Jugendliche riskieren bei dieser brutalen Variante des Wrestlings ihre Gesundheit. Als Waffen dienen Stacheldrahtkeulen, Dachlatten, Neonröhren und Tacker. Hauptsache, es fließt viel Blut. Edwin Borsheim aus Kalifornien veranstaltet regelmäßig Kämpfe in seinem Vorgarten. Die Nachbarn finden das in Ordnung, solange niemand getötet wird. Und bei Familie Waldriven aus Ohio wird gleich die ganze Nachbarschaft eingeladen, wenn am Samstag Wrestling ansteht. Die Helden der Hinterhof-Fighter sind die Muskelmonster der amerikanischen Wrestling-Showindustrie. So mancher träumt davon, in dem Showbiz selbst einmal Millionen zu verdienen. Gewalt als Freizeitsport - ein Film von Frode Mo.