Rückkehr in die Barbarei: Foltern für eine bessere Welt? - DER SPIEGEL
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Rückkehr in die Barbarei Foltern für eine bessere Welt?

Darf ein Rechtsstaat im Ausnahmefall Gewalt anwenden, um Terroristen oder Entführer zum Sprechen zu bringen und so das Leben Tausender zu retten? Ist Folter in Zeiten des globalen Krieges gegen den Terror legitim? SPIEGEL TV zeigt eine Schwerpunktsendung über die dunkle Welt der Folter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die USA berufen sich auf das Recht der Selbstverteidigung und setzen die Rechte jener außer Kraft, die sie für eine Bedrohung halten - siehe Guantanamo oder Abu Ghureib. Für Foltergegner begibt sich die Supermacht damit auf eine Stufe mit Diktaturen wie jener Saddam Husseins.

Folter gilt international als geächtet. Dennoch wird sie bis heute in mehr als 100 Ländern angewandt. Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte der Folter: von der Antike über die Folterkammern des Mittelalters und die Hexenverfolgung bis ins 20. Jahrhundert. Nazi-Deutschland und andere totalitäre Staaten setzten (und setzen noch immer) Gewalt systematisch ein. Grauenhafte Foltermethoden belegen, dass Sadismus und Perversion der Folterknechte keine Grenzen kennen. Dennoch wird darüber diskutiert, ob Gewalt ein legitimes Mittel zur Informationsbeschaffung sein kann. Gibt es Ausnahmesituationen, in denen moralischen Grundsätze nicht mehr gelten dürfen?

Die Autoren Helmar Büchel, Birgit Großekathöfer und Oliver Richardt berichten in einem SPIEGEL TV Magazin-Schwerpunkt über das Für und Wider der Folter und ihre historischen Ursprünge.