Einsatz im Abschnitt 36 Mit der Polizei unterwegs im Kiez der Hauptstadt
Einsatz im Abschnitt 36 - Mit der Polizei unterwegs im Kiez der Hauptstadt
Der Wedding gilt als einer von Berlins schlimmsten Stadtteilen. Hohe Arbeitslosigkeit, hohe Kriminalität, Armut. Mittendrin, rund um die Soldiner Straße, ist Michael Schöttler täglich im Einsatz. Mit seinen Kollegen sorgt der Polizist für Sicherheit und Ordnung - alles andere als eine einfache Aufgabe im Weddinger Kiez. Im Polizeiabschnitt 36 sind rund 180 Beamte für etwa 160.000 Einwohner zuständig. Gewalt in der Familie, Krach zwischen Nachbarn, Alkohol und Schlägereien gehören für viele zum Alltag im Wedding. Oft fühlen sich die Uniformierten mehr als Sozialarbeiter denn als Polizisten. Die Zahl derer, die sich aber und auch ihr Viertel schon lange aufgegeben haben, ist groß in diesem Teil Berlins. SPIEGEL-TV-Reporterin Nadja Kölling war mit den Polizisten von Abschnitt 36 unterwegs.
Der Fall Reda Seyam - Sozialhilfe für einen mutmaßlichen al-Qaida-Mann
Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit mehr als zwei Jahren gegen Reda Seyam wegen des Verdachts der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Bislang ohne Ergebnis. Mehrere Geheimdienste sehen in dem gebürtigen Ägypter allerdings ein Mitglied des Terrornetzwerkes al-Qaida. Jetzt erhebt seine frühere Ehefrau gegenüber SPIEGEL TV schwere Vorwürfe gegen Seyam. Unter anderem schildert sie ein Treffen ihres Ex-Mannes mit dem Terrorchef Osama Bin Laden. Ob und wann es eine Anklage gegen Seyam geben wird, darüber schweigt sich die oberste Ermittlungsbehörde aus. Der arbeitslose Islamist ist derweil mit seiner Familie von Baden-Württemberg nach Berlin gezogen, angeblich um dort einen Job zu finden. Die Umzugskosten übernahm das Sozialamt. Kerstin Mommsen, Felix Kasten und Andreas Dieste berichten.
Steuergeld-Verschwendung -
Wie das Land Sachsen-Anhalt Millionen vergeudet
Irgendwie denkt man ja, alles zum Thema Verschwendung schon gesehen zu haben. Brücken die keiner braucht, Flughäfen, von denen keiner fliegt und Rennstrecken, die keiner besucht. Doch Adrian-Basil Mueller hat die neueste Publikation aus dem Hause Landesrechnungshof gelesen und war erstaunt. Denn in Sachsen-Anhalt gibt es Niedrig-Energie-Häuser, die keine sind, private Fitnessclubs, die staatlich gefördert werden und die Stadt mit der höchsten Kantinendichte Deutschlands.
"Brain Fingerprint" - Wenn Maschinen Gedanken lesen können
Jimmy Ray Slaughter sitzt seit elf Jahren in der Todeszelle. Der 52-jährige ehemalige Krankenpfleger ist wegen Doppelmordes verurteilt worden. Im US-Bundesstaat Oklahoma bedeutet das den Tod durch die Giftspritze. Slaughter beteuert seine Unschuld. Jetzt hofft der Todeskandidat auf den "Brain Fingerprint", den Lügendetektor fürs Gehirn. Neurowissenschaftler aus Seattle haben das revolutionäre Verfahren entwickelt. Hirnströme zeigen dabei, ob bei einer Testperson Gedächtnisspuren zu einem bestimmten Ereignis zum Beispiel einem Mord - existieren oder nicht. Beeinflussen können die Betroffenen das Ergebnis nicht, denn Erinnerungen lügen nicht. SPIEGEL-TV-Reporter Dirk Schulze über Todeskandidaten und Maschinen, die Gedanken lesen können.