Damals und heute: Die Flüchtlinge aus der Prager Botschaft - DER SPIEGEL
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Damals und heute Die Flüchtlinge aus der Prager Botschaft

Weitere Themen der Sendung: Wohnen zum Nulltarif - Wie Mietnomaden ihre Vermieter prellen; Das Neueste vom Krieg - Die Waffenmesse der Amerikaner; Geschwister nach Ägypten entführt - Eine Mutter sucht nach ihren Kindern
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Damals und heute - Die Flüchtlinge aus der Prager Botschaft

"Als wir endlich über die Grenze fuhren, war das Glück unbeschreiblich. Wer da nicht weinte, der hatte entweder kein Herz oder war von der Stasi", erinnert sich Enrico Wiefel an 1989. Wendezeit, Wiefel war einer der letzten DDR-Flüchtlinge, die in der westdeutschen Botschaft in Prag Zuflucht fanden. Mit ihm gelangten wenig später Tausende in die BRD - das Ende der DDR rückte näher. Was mit der Massenflucht über Ungarn zuvor begonnen hatte, setzte sich nun fort. Voller Angst, Verzweiflung und Hoffnung kletterten die Menschen über den Prager Botschaftszaun. Dramatische Szenen spielten sich ab. Sicherheitskräfte wollten die Flüchtlinge aufhalten. Tage des bangen Wartens lagen noch vor den Frauen, Männern und Kindern, bis Hans-Dietrich Genscher dann endlich die Ausreisemöglichkeit verkündete. Die SPIEGEL-TV-Reporterinnen Birgit Großekathöfer und Kerstin Mommsen haben mit Flüchtlingen von einst gesprochen.


Wohnen zum Nulltarif - Wie Mietnomaden ihre Vermieter prellen

Sie machen einen guten Eindruck, zeigen beste Referenzen vor und geben ihrem künftigen Vermieter ein gutes Gefühl. Der wird aber schon bald merken, dass er sich keinen korrekten Mieter, sondern einen Betrüger ins Haus geholt hat. Die Rede ist von Mietnomaden: Leuten, die vorsätzlich keine Miete zahlen. Die Täter zu fassen, ist schwer. “Wenn die Betrüger merken, dass es eng wird, packen sie ihre Sachen, sind über Nacht weg und suchen sich ein neues Opfer”, so Heinrich Stüven vom Hamburger Grundeigentümerverband, der einen massiven Anstieg dieses Mietbetruges registriert hat. Der Schaden, den die Betrüger anrichten, kann im Einzelfall leicht fünfstellige Summen erreichen. SPIEGEL-TV-Reporter Detlev Konnerth über dreiste Mietpreller und hilflose Vermieter.


Das Neueste vom Krieg - Die Waffenmesse der Amerikaner

US-Präsident George W. Bush machte es jüngst unmissverständlich klar: Die Sicherheitslage im Irak wird die Präsenz seiner Soldaten dort noch längere Zeit erfordern. Die Supermacht setzt dabei künftig nicht mehr nur auf herkömmliche Kriegsführung. Das Neueste aus den Laboren des Pentagon soll gegen Aufständische zum Einsatz kommen. Beispiel Mikrowellenkanone. Sie tötet nicht, bereitet den Getroffenen allerdings derart große Schmerzen, dass an Widerstand nicht zu denken ist. Und dabei ist das Ganze nicht mal gesundheitsschädlich, versichert die US-Armee. Überhaupt setzen die Militärstrategen vermehrt auf "Non-lethal-weapons", nichttödliche Waffen. Welch mitunter skurrile Erfindungen dabei herauskommen, zeigten die US-Streitkräfte jetzt in Deutschland. SPIEGEL-TV-Reporter Dirk Schulze hat sich das Waffenarsenal angeschaut.


Geschwister nach Ägypten entführt - Eine Mutter sucht nach ihren Kindern

Helen S. will ihre Kinder zurück. Wie Hannah und Ibrahim heute aussehen, weiß die Berlinerin nicht. Sie hat die beiden vor fast vier Jahren das letzte Mal gesehen. Deutsche Ermittlungsbehörden vermuten die Kinder in Ägypten oder Kuwait. Dort soll sie ihr Vater Mahmoud A. hin entführt haben. Derzeit muss sich Helen S.‘ Ex-Mann vor Gericht verantworten. Kindesentziehung heißt der Vorwurf. Der Mutter ist es egal, ob Mahmoud A. bestraft wird. Sie will nur, dass ihre Kinder nach Deutschland zurückkehren. Doch alle Versuche, etwas über das Schicksal der Geschwister zu erfahren, scheiterten. Selbst Bemühungen des LKA und der deutschen Botschaft blieben ohne Ergebnis. SPIEGEL-TV-Reporterin Amai Haukamp über einen von jährlich 200 Fällen, in denen Kinder ins Ausland verschleppt werden.