Türkinnen in Deutschland: Zwischen Tradition und Verführung - DER SPIEGEL
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Türkinnen in Deutschland Zwischen Tradition und Verführung

Weitere Themen der Sendung: Luftkrieg gegen Raser - Bayerns Polizei jagt Verkehrssünder; Das Wunder von Manila - Goldsegen für Slumbewohner; Das Frauenmagazin der Qaida - Erziehungsratgeber und Erste-Hilfe-Kurs für den Dschihad
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Türkinnen in Deutschland:
Leben zwischen Tradition und Verführung


Hicran ist 36 Jahre alt, Türkin und will ihren wahren Namen nicht preisgeben. Es wäre lebensgefährlich. Denn Hicran hat etwas getan, das strenge Muslime nicht dulden. Sie hat ihren Ehemann verlassen, mit dem sie als Mädchen verheiratet wurde. Heute lebt sie an einem geheimen Ort, ihre Familie trachtet ihr nach dem Leben. So wie Hicran leben viele türkische Frauen hier zu Lande: Unterdrückt von traditionsbehafteten Männern, isoliert, hilflos. Sie leben in einer Parallelwelt, aus der nur wenige ausbrechen. Aber es gibt auch andere Beispiele: Frauen, die selbstbewusst, westlich orientiert und modern leben. Nursel Köse und Serpil Pak etwa. Als "die Bodenkosmetikerinnen" machen sie Kabarett, das von Türken und Deutschen handelt. Die SPIEGEL-TV-Reporter Kerstin Mommsen und Oliver Richardt berichten.


Luftkrieg gegen Raser:
Auf Bayerns Todesstrecke B12 jagt Polizei Temposünder

Dem fliegenden Auge entgeht nichts. Die Besatzung im grünweißen Hubschrauber beobachtet konzentriert das Geschehen auf dem Asphalt unter sich. Die Luftaufklärer der bayerischen Polizei halten Ausschau nach Verkehrsrowdys auf der B 12. Die Bundesstraße zwischen München und Passau wird Bayerns Todesstrecke genannt. Fast 350 Tote in 20 Jahren, 2003 allein waren es 13. Jetzt hat die Polizei zum Großangriff gegen Raser und Überholsünder geblasen. Mit Hubschrauber Laserpistolen und Videowagen wird die berüchtigte Strecke überwacht. Mit Erfolg. Innerhalb einer Woche wurden mehr als 1200 Verkehrssünder erwischt. Der schnellste Raser wurde mit mehr als 200 Stundenkilometern bei erlaubten 100 km/h geblitzt. Die SPIEGEL-TV-Reporter Detlev Konnerth und Adrian-Basil Mueller berichten.


Das Wunder von Manila:
Goldsegen im Elendsviertel

Das Wasser des Dario ist eine stinkende, giftige Brühe, in die sich selbst die Slumbewohner von Manila normalerweise nur ungern hineinwagen. Seit Anfang Oktober ist das jedoch anders. Zu hungerten wühlen Kinder, Frauen und Männer im Schlamm der Kloake auf der Suche nach einem besseren Leben. Ausgerechnet in Del Monte, einem der schlimmsten Elendsviertel der philippinischen Hauptstadt, wurde Gold gefunden. Der 15-jährige Alfredo machte den Anfang. Er fand ein Hühnerei großes Nugget, als er im Fluss nach verwertbarem Müll wühlte. Seither herrscht Goldrausch. Wo das Edelmetall herstammt, ist unklar. Natürliche Vorkommen gibt es hier nicht. Den Bewohnern des Del Monte-Slums ist das egal. Sie suchen und träumen vom Glück. SPIEGEL-TV-Reporter Peter Hell berichtet.


Das Frauenmagazin der Qaida:
Erziehungsratgeber und Erste-Hilfe-Kurs für den Dschihad

Das Coverbild ist rosa, die Botschaft eindeutig: "al-Khansa" ist ein Online-Magazin, das sich direkt an Frauen richtet. Hinter der Website, da sind sich Experten sicher, verbirgt sich das Terrornetzwerk al-Qaida. "Hindernisse auf dem Weg der Dschihad-treibenden Frau" lautete die erste Titelgeschichte des erstmals im August erschienen Magazins. Neben allgemeinen Verhaltensregeln für muslimische Frauen werden hier konkrete Anleitungen für die Versorgung angeschossener Männer oder auch für die Kindererziehung im Sinne des Dschihad gegeben. Das Frauenmagazin ist offenbar Teil der weltweiten Medienstrategie der Qaida. Dabei geht es womöglich weniger um die Zielgruppe Frau als um die Botschaft an den Westen, die da lautet: Seht her, das Terrornetzwerk wächst und gedeiht - SPIEGEL-TV-Reporter Helmar Büchel berichtet.