Eine Jugend in Abhängigkeit: Drogenklinik Moorfleet - DER SPIEGEL
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Eine Jugend in Abhängigkeit Drogenklinik Moorfleet

Weitere Themen der Sendung: Der Fall Greg Ford - US-Militär will Wachmann mundtot machen; Von Menschen und ihren Tieren - Die sächsischen Kanarienvogel-Meisterschaften
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Eine Jugend in Abhängigkeit:
Alltag in der Drogenklinik Moorfleet


Wer hier landet, kann eigentlich kaum noch tiefer fallen. "Come In" heißt die Suchtklinik in Moorfleet im Hamburger Süden. Jungen und Mädchen, einige von ihnen fast noch Kinder, sind hier, um drogenfrei zu leben. Ecstasy, Heroin, Prostitution, Haft - die Jugendlichen im "Come in" haben oft alle Stufen einer Drogenkarriere hinter sich. Hier erfahren viele von ihnen zum ersten Mal, was es heißen kann, ein "normales", geordnetes Leben zu führen. Klare, strenge Regeln gehören dazu. Die "Come in"-Jugendlichen werden gefordert, wer sich entzieht, muss den anderen Therapieteilnehmern und Betreuern Rede und Antwort stehen. Der Druck ist hoch, längst nicht alle schaffen den Absprung in eine bessere Zukunft. SPIEGEL-TV-Reporter Udo Müller berichtet.

Spenden für das Projekt in Moorfleet sind willkommen: Förderverein der Therapiehilfe e.V. Hamburger Sparkasse Bankleitzahl 20050550Konto 1235122528 Stichwort: Come in


Der Fall Greg Ford:
US-Militär will Wachmann mundtot machen

Weit vor Bekanntwerden des Folterskandals von Abu Ghuraib hat der 49jährige Greg Ford schwere Vorwürfe wegen Misshandlungen im Irak erhoben. In einem Gefängnis der Stadt Samarra soll es während seiner Dienstzeit zu Übergriffen gegen irakische Häftlinge gekommen sein. Er habe in mehreren Fällen Gefangene wiederbeleben müssen, sagte Ford gegenüber Medien aus. Seine eigenen Vorgesetzten schienen sich für seine Vorwürfe nicht zu interessieren. Schlimmer noch. Sie wollten den Reservisten der Nationalgarde offenbar mundtot machen. Nachdem er von Folter in dem US-Gefängnis berichtet hatte, wurde er aus dem Irak abgezogen, um psychiatrisch untersucht zu werden - offenbar mit dem Ziel, ihn für verrückt erklären zu lassen. SPIEGEL-TV-Reporter Helmar Büchel berichtet.


Von Menschen und ihren Tieren
Die sächsischen Kanarienvogel-Meisterschaften

Wo einst Motorräder vom Band liefen, trällert und zwitschert es aus hunderten Kehlchen. Die Luft in der früheren MZ-Fabrikhalle in Zschopau ist erfüllt von sportlichem Gesinge. Es gilt die besten, schönsten und wohlklingendsten Kanarienvögel Sachsens zu küren. Schnabel, Gestalt, Federkleid - die gestrengen Punktrichter des Landeszuchtverbandes prüfen ganz genau. Neben Schönheit geht es natürlich um die Stimme. Hier gibt es eine eigene Wertungskategorie. Mehr als eintausend Vögel treten in diesem Jahr in Zschopau an. Was sich für den Laien wie ein chaotisches Gezwitscher anhört, ist Musik in den Ohren der sächsischen Vogelfreunde. SPIEGEL-TV-Reporter Adrian-Basil Mueller hat sich in die Geheimnisse der Kanarienzucht einweihen lassen.