Tod eines Exzentrikers: Münchner Bussi-Gesellschaft trauert um Rudolph Moshammer - DER SPIEGEL
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Tod eines Exzentrikers Münchner Bussi-Gesellschaft trauert um Rudolph Moshammer

Weitere Themen der Sendung: Könnte Felix noch Leben? - Der Fall des Doppelmörders Marc Hoffmann; Nach der Flutwelle - In Banda Aceh treffen mit Unterstützung von SPIEGEL TV medizinische Hilfsgüter ein; Polit-Posse in Thüringen - Warum ein Minister einen Flugplatz sperrt, ihn dann wieder öffnet und Bäume plötzlich wandern können
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Tod eines Exzentrikers -
Münchner Bussi-Gesellschaft trauert um Rudolph Moshammer


Die bayerische Landeshauptstadt verliert seinen buntesten Vogel. "Mosi" - der Mann mit dem toupierten Haar, dem gezwirbelten Schnauzbart und dem ondulierten Hund - ist tot. Am Freitagabend wurde der Modedesigner erdrosselt in seiner Villa in München-Grünwald aufgefunden. Einziger Zeuge der mitternächtlichen Tat: sein Hund "Daisy". Im Laufe des Tages melden sich Zeugen, die angeben, Moshammer vor seinem Tod im Rotlichtviertel gesehen zu haben. Offenbar auf der Suche nach einer männlichen Begleitung. Rudolph Moshammer hatte seine Homosexualität stets geheim gehalten. Offenbar der einzige Aspekt seiner Persönlichkeit, den der geborene Selbstdarsteller der Öffentlichkeit vorenthielt. Zugleich werden Erinnerungen an den Fall Sedlmayr wach. Der beliebte Volksschauspieler war im Juli 1994 tot aufgefunden worden. Erschlagen von seinem Privatsekretär. Der Moshammer-Mord - ein Film von Amai Haukamp und Dirk Schulze.


Könnte Felix noch Leben? -
der Fall des Doppelmörders Marc Hoffmann

Die Sonderkommission "Levke" hatte bereits Wochen vor der Emordung des achtjährigen Felix Hinweise auf den mutmaßliche Täter Marc Hoffmann. Ein Jugendfreund des geständigen Kindermörders hatte die Ermittler auf Hoffmann hingewiesen. Da die Spur jedoch nur eine unter vielen war und die Soko mehrfach vergeblich versuchte, Hoffmann zuhause anzutreffen, vergingen mehrere Wochen, ehe er schließlich vorgeladen wurde. Und erst als sich sein Alibi zwei Tage später als falsch herausstellte, wurde der zweifache Familienvater verhaftet. Der Sprecher der Sonderkommission Torsten Oestmann sagte dazu: "Es sei tragisch, dass Hoffmann mit der Entführung und Ermordung von Felix erneut zuschlagen konnte, während er bereits im Visier der Fahnder war". Was ist das für ein Mann, der zwei Kinder tötet und dem die Ermittler offenbar noch mehr Morde zutrauen? Die Lebensgeschichte des Marc Hoffmann - vom Muttersöhnchen zum Mörder. Sanja Hardinghaus, Felix Kasten und Udo Müller berichten.


Nach der Flutwelle -
in Banda Aceh treffen mit Unterstützung von SPIEGEL TV medizinische Hilfsgüter ein

Kurz nach dem Tsunami in Asien berichtete ein Kamerateam von SPIEGEL TV aus dem Kesham-Krankenhaus in Banda Aceh. Dort behandeln Ärzte und Schwestern unzählige Flutopfer. Viele von ihnen sterben. An ihren schweren Verletzungen - und weil die medizinische Ausstattung der Klinik unzureichend ist. Besonders schlimm ist die Situation auf der Kinderstation. Gerade mal zwei Beatmungsgeräte stehen dort zur Verfügung. Angeregt von der Berichterstattung bei SPIEGEL TV entschließt sich der Zwickauer Medizingeräte-Hersteller, Alois Glienke zu helfen. In Zusammenarbeit mit der Redaktion wird innerhalb kürzester Zeit ein Hilfstransport organisiert. Fast vier Tonnen medizinische Geräte und Material im Wert von 65.000 Euro erreichen wenige Tage später die Kinderstation von Banda Aceh - vom OP-Handschuh über Beatmungsgeräte bis hin zu Wasseraufbereitungsanlagen. SPIEGEL-TV-Reporter Detlev Konnerth berichtet über die Hilfsaktion, den Einsatz der Bundeswehr auf Sumatra und Schicksale von Überlebenden.


Polit-Posse in Thüringen -
warum ein Minister einen Flugplatz sperrt, ihn dann wieder öffnet und Bäume plötzlich wandern können

Von Mitte Dezember bis zum vergangenen Dienstag ging auf dem Flugplatz Altenburg-Nobitz nichts mehr. Der Grund für die Sperrung der thüringischen Piste: ein paar verdächtig hohe Bäume vor der Landebahn. Ein Sicherheitsrisiko nach Ansicht des Erfurter Verkehrsministeriums. Das wäre nicht weiter schlimm, gäbe es da nicht Ryanair - das Billigflug-Unternehmen ist Altenburgs einziger Kunde. Die Folge: der Flugplatz wird gesperrt, der Kunde ist weg und die Arbeitsplätze sind futsch. Für die Airport-Betreiber eine wirtschaftliche Katastrophe. Auch das Bundesverkehrsministerium und Flugsicherheitsexperten konnten das Aus für den Flughafen in Altenburg nicht nachvollziehen. Ergebnis: Die Erfurter Bürokraten, denen Bäume wichtiger als Arbeitsplätze waren, ernteten harsche Kritik und ruderten zurück. Der Flughafen-Krieg - ein Bericht von Adrian-Basil Müller.