Rote Karte für den Schiri: Der Fall Hoyzer und die Wettmafia - DER SPIEGEL
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Rote Karte für den Schiri Der Fall Hoyzer und die Wettmafia

Weitere Themen der Sendung: Al-Qaida-Selbstmordkommando - Terror-Nachschub aus Deutschland; Hilfe für Problemjugendliche - Unterwegs mit Berliner Streetworkern; Mississippi Burning - Ku-Klux-Klan-Mann nach 40 Jahren wegen Dreifach-Mordes vor Gericht
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Rote Karte für den Schiri -
Der Fall Hoyzer und die Wettmafia


Der Schiedsrichter-Skandal um den Berliner Referee Robert Hoyzer trifft den deutschen Fußball bis ins Mark. Bislang galt gegenüber den Unparteiischen auf dem Platz stets die Unschuldsvermutung. Jetzt werden sie in einem Atemzug genannt mit kriminellen Machenschaften, Schiebung und Betrug. Fans, Funktionäre und Fußballer hoffen, dass Hoyzer ein Einzelfall ist und bliebt. Fakt aber ist: Sportwetten haben sich in jüngster Vergangenheit zu einem Riesengeschäft entwickelt, bei dem es um hohe Summen geht. Die Bundesliga, ein einziger Zockersumpf? Am Freitag gab es die ersten Festnahmen in dem Wettskandal, der - so scheint es - längst noch nicht ausgestanden ist.

SPIEGEL-TV-Reporter mit Hintergründen zum Fall Hoyzer.


Al-Qaida-Selbstmordkommando -
Terror-Nachschub aus Deutschland

"Kein Kommentar", lautet derzeit die Antwort der Bundesanwaltschaft, wenn es um die mutmaßlichen Islamisten Yasser Abou S. und Ibrahim K. geht. Deren Festnahme am vorigen Wochenende hat erneut die Frage nach Al-Qaida-Aktivitäten in Deutschland aufkommen lassen und die Befürchtung genährt, das Terrornetzwerk ist fleißig dabei, hierzulande Geld und Personal zu beschaffen. Die beiden Männer wurden im Zusammenhang mit Anschlagsplänen im Irak festgenommen. Mindestens einer von ihnen, Ibrahim K., soll Kontakte zu hohen Al-Qaida-Kreisen und auch zu Mitgliedern der Hamburger Terrorzelle gehabt haben. Bei ihren Aktivitäten, so scheint es, profitieren Islamisten immer wieder auch vom Zuständigkeitswirrwarr deutscher Behörden.

Die SPIEGEL-TV-Reporter Felix Kasten, Udo Müller und Oliver Richardt berichten.


Hilfe für Problemjugendliche -
Unterwegs mit Berliner Streetworkern

Ihr Einsatzort ist Berlin-Reinickendorf, ein Hauptstadt-Bezirk, der als eher ruhig gilt. Aber auch hier haben die Sozialarbeiter von "Gangway" genug zu tun. Täglich sind sie im Bezirk unterwegs und kümmern sich um Jugendliche, die auf der Straße rumhängen. So wie Heissam und Phillip. Die beiden Dreizehnjährigen gehören zu den "Stammkunden" der drei Streetworker Taner, Claudia und Olad. Bei Problemen bieten die "Gangway"-Leute ihre Hilfe an. Viele der Jungen und Mädchen kommen aus schwierigen Verhältnissen, sind häufig bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten, manche gehören Gangs an. Kontakt zu den Problemjugendlichen aufzubauen ist sehr schwierig. Deswegen ist das Vertrauen der Jugendlichen das wichtigste Kapital der Streetworker.

SPIEGEL-TV-Reporterin Birgit Großekathöfer hat sie bei ihrer Arbeit begleitet.


Mississippi Burning -
Ku-Klux-Klan-Mann nach 40 Jahren wegen Dreifach-Mordes vor Gericht

Im Vorgarten des ehemaligen Baptistenpredigers Edgar Ray Killen steht ein Schild mit den zehn Geboten. Im kleinen Südstaaten-Ort Philadelphia kennt jeder den 79jährigen, jeder weiß, dass er ein Ku-Klux-Klan-Mitglied ist. Nachbarn bezeichnen ihn als freundlichen Mann. Dieses Bild könnte sich ändern, wenn dem alten Mann demnächst der Prozess gemacht wird - wegen eines mehr als 40 Jahre zurückliegenden Verbrechens. Killen wird dreifacher Mord vorgeworfen. Er soll im Sommer 1964 gemeinsam mit anderen Klan-Mitgliedern drei Bürgerrechtler getötet haben. Der Fall schockte seinerzeit Amerika und diente später als Vorlage für den Hollywood-Thriller "Mississippi Burning". Jetzt, mehr als vier Jahrzehnte später, soll das Verbrechen endlich aufgeklärt werden.

SPIEGEL-TV-Reporterin Karin Assmann berichtet.