Gegen das Vergessen Kriegsende in Deutschland
Gegen das Vergessen - Kriegsende in Deutschland
Sie dürfen nun doch marschieren, die Neonazis in Berlin. Am Sonntag den 8. Mai. An genau jenem Tag, an dem weltweit des Kriegesendes gedacht wird. Doch die Rechten sind nicht allein. Tausende werden in der Hauptstadt erwartet, um gegen das Vergessen zu demonstrieren. Aus Anlass der Gedenkfeierlichkeiten zum Ende der Nazi-Diktatur wird die Stadt einen Gedenk- und Demonstrationsmarathon aller politischen Gruppen erleben. Weit über 20 Anmeldungen für Veranstaltungen gingen bei der Versammlungsbehörde ein. SPIEGEL-TV-Teams werden den Tag in Berlin dokumentieren. Parallel dazu werden im Beitrag die Ereignisse des 8. Mai 1945 gezeigt.
Der Pate des Terrors - Abu Mussab al-Sarkawi
Er kommt meist im Dunkeln, lautlos. In seiner Begleitung nur ein, zwei andere Männer, ein Fahrer, ein Bodyguard, nicht mehr. Es lebt sich länger mit weniger Mitwissern.
Denn er wird gejagt wie sonst nur Bin Laden: Abu Mussab al-Sarkawi. Ein Terrorist wie es vor ihm wohl noch keinen gab. Ein Mörder, der wehrlosen Geiseln eigenhändig den Kopf abschneidet. Und beinahe hätten US-Soldaten al-Sarkawi auch bekommen: Nur um Haaresbreite verfehlte eine Spezialeinheit den Jordanier bei Ramadi.
SPIEGEL-TV-Autoren haben seine Geschichte recherchiert und berichten, woher Sarkawi stammt, was ihn treibt und wie er sein Netzwerk des Terrors organisiert.
Raserei in den Tod - Jugendliche Fahranfänger
Er hatte gerade mal seit drei Monaten seinen Führerschein, das Auto erst seit einem Tag zugelassen. Jetzt ist der 18-jährige Fahranfänger aus Nürnberg tot. Genau wie seine drei Kumpels. Grund: Raserei. Fahrer zwischen 18 und 24 sind die Risikogruppe Nummer eins im Straßenverkehr. 2004 starben 1150 Frauen und Männer aus dieser Altersgruppe im Auto, knapp 18.000 wurden schwer- und 29.000 leicht verletzt. Obwohl die sieben Jahrgänge nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, stellen sie 21 Prozent der Unfallopfer. SPIEGEL-TV-Reporter gehen der Frage nach, warum so viele Fahranfänger so jung sterben und wie die Politik das Problem lösen könnte.
Von Milliardären und einarmigen Banditen - Las Vegas wird hundert
Die Stadt hat die tollsten Shows, die größten Hotels und die höchste Selbstmordrate der USA. Las Vegas. Vor einhundert Jahren gegründet und erbaut mitten in der Wüste. 37 Millionen Besucher kamen im letzten Jahr. Die Stadt boomt. Immer mehr Betten müssen gemacht werden, Cocktails geschüttelt, Tische gedeckt, Autos geparkt, Spülmaschinen geräumt, Steaks gebraten und Black-Jack-Karten gegeben werden. Las Vegas, schreibt die "Zeit", ist der Testwagen eines postindustriellen Kapitalismus, der keine Güter mehr produziert, sondern ausschließlich Erlebnisse, der die angesammelten Sehnsüchte des Industriezeitalters aufnimmt, Reisen, Freiheit, Luxus, und sie für einen kurzen Moment erfüllt. Las Vegas gibt seinen Besuchern für ein Wochenende das, was sie sonst nicht haben können. Die Stadt gibt den Besuchern New York ohne Obdachlose, sie gibt ihnen klimatisierte Pyramiden und ein Paris, das den Service und die Freundlichkeit Amerikas bietet. Karin Assmann hat die Stadt der Superlative besucht und erzählt die Geschichte der Mafia ebenso wie die der Milliardäre.