Die neue, alte Linke: Wie Oskar Lafontaine seine Ex-Partei das Fürchten lehrt - DER SPIEGEL
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Die neue, alte Linke Wie Oskar Lafontaine seine Ex-Partei das Fürchten lehrt

Weitere Themen der Sendung: Mann gegen Mann - Free Fight im Käfig; Die Baby-Retter - Herz-Operationen bei Neugeborenen; Mein Kind ist rechts - Eine Mutter kämpft um ihren Sohn; Links-2-3 - Die Bundeswehr wird 50
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Die neue, alte Linke - Wie Oskar Lafontaine seine Ex-Partei das Fürchten lehrt

Als Journalisten Gerhard Schröder kürzlich auf seinen einstigen Weggefährten Oscar Lafontaine und dessen Parteiaustritt ansprachen, antwortete der Kanzler kurz und knapp: "Ach so..." - gerade so, als ob ihn der frühere SPD-Chef nun so gar nicht interessiere. Das könnte sich nach aktuellem Stand der Dinge bald ändern, denn Oscar greift jetzt von links an. Gemeinsam mit PDS-Zugpferd Gregor Gysi will er da Punkten, wo früher einmal das Herz der SPD schlug. Gelingt Lafontaine das Comeback, wäre dies auch eine Rückkehr auf die große bundespolitische Bühne. SPIEGEL TV-Reporter Oliver Richardt über den SPD-Schrecken von der Saar.


Mann gegen Mann - Free Fight im Käfig

Das Regelwerk dieser Sportart ist überschaubar. Wenn's lebensgefährlich wird, schreitet der Ringrichter ein. Ansonsten ist fast alles erlaubt, was dem Gegner weh tut. Die Rede ist von Free Fight. Boxen, Ringen, Prügeln - Mann gegen Mann in einem Käfig. Wer jetzt an Brad Pitt im "Fight Club" denkt, liegt nicht ganz falsch. Nur dass die Kämpfe in Deutschland mittlerweile immer öfter vor zahlendem Publikum stattfinden. Szene-Event für harte Jungs oder solche, die sich dafür halten. Wer im Free Fight siegt, ist aber alles andere als ein Weichei. Auch wenn der Gegner am Boden liegt, wird weiter geprügelt und getreten. Die Kämpfe dauern nur selten länger als ein, zwei Runden. Blutende Wunden sind die Regel, nicht die Ausnahme. SPIEGEL TV-Reporter Hendrik Vöhringer berichtet.


Die Baby-Retter - Herz-Operationen bei Neugeborenen

Lauras Kampf um Leben und Tod beginnt bereits vor ihrer Geburt. Im Mutterleib stellen Ärzte fest, dass das Mädchen einen schweren Herzfehler hat. Als Laura Anfang April zur Welt kommt, muss alles ganz schnell gehen, sonst ist sie verloren. Am Kinderherz-Zentrum in St. Augustin, einer der führenden Kinderherzkliniken Deutschlands, wird das Baby behandelt. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar war, ist heute schon beinahe Routine. Chirurgen können selbst schwere Herzfehler bei Neugeborenen korrigieren. Jedes 100. Kind kommt in Deutschland mit einem fehl gebildeten Herzen zur Welt. Medizinischer Fortschritt lässt die Grenze des Machbaren immer weiter hinausschieben. So verlaufen im Kinderherz-Zentrum St. Augustin 97 Prozent der Eingriffe erfolgreich. Auch bei Laura - SPIEGEL TV-Reporter Steffen Haug berichtet.


Mein Kind ist rechts - Eine Mutter kämpft um ihren Sohn

Bennewitz liegt im Muldental in Sachsen. In dieser Region ist die Zahl rechtsradikal eingestellter Jugendlicher alles andere als gering. Eine Tatsache, die für Sylke B. noch vor wenigen Monaten ohne größere Bedeutung war. Doch seitdem hat sich viel geändert, denn ihr eigener Sohn wurde zu einem Rechten. Innerhalb kürzester Zeit veränderte sich der 15jährige Patrick. Sylke B. fand bei ihm einen Baseballschläger mit Hakenkreuz und andere Nazi-Sachen. Alle Versuche, mit ihm ins Gespräch zu kommen, scheiterten. Für die Mutter steht fest, ihr Junge wird von Neonazis beeinflusst, wahrscheinlich sogar gezielt geschult. Anstatt das Problem tot zu schweigen, wandte sich Sylke B. an die Schule ihres Sohnes, an die Polizei, Jugendamt, Staatsschutz. Das Ergebnis: Niemand hilft ihr. SPIEGEL TV-Reporter Adrian-Basil Mueller berichtet.


Links-2-3 - Die Bundeswehr wird 50

"Stillllllgestandennn" und "Aaaaachtung!", zwei tolle Befehle für die olivgrüne Truppe. Als in dieser Woche der 50. Geburtstag der Bundeswehr gefeiert wurde, lobte auch der Kanzler, dass die "feste Einbindung in den demokratischen Staat" gewährleistet sei. Minister Struck findet, "die Bundeswehr ist eine der angesehensten Institutionen in unserem Land." Alles Grund genug, dass auch wir gratulieren. Dirk Schulze ist ins Archiv gestiegen und hat die schönsten Kampfszenen herausgesucht. Im Unterschied zur Nachkriegszeit sei Deutschland nun vollends souverän. "Wir sind Partner mit gleichen Rechten, aber eben auch mit gleichen Pflichten. Die Nato ist Ausdruck gemeinsamer Überzeugungen und Interessen beiderseits des Atlantiks."