Hausgemachter Terrorismus Neues zu den Attentätern von London
"Hausgemachter Terrorismus" - Neues zu den Attentätern von London
Sie sind jung, sie sind Migrantenkinder, in England geboren und bisher kaum auffällig geworden. Drei der vier Attentäter von London kamen aus Leeds, einer Stadt mit großer Moslem-Gemeinde und tristen Vorstädten. Hier wuchsen sie auf, spielten in Cricket-Clubs, halfen im "Fish and Chip"-Shop ihrer Väter aus oder gingen zur Universität.
"Homegrown terrorism" nennt man das - und langsam wird nicht nur den Engländern klar, daß diese Form des Al Qaida-nahen Terrors wohl die gefährlichste, weil unkontrollierbarste ist. Gegen gewaltbereite Söhne von Migranten hilft kein klassischer "Krieg-dem-Terror- Katalog" mehr - weder die Erfassung biometrischer Daten noch verschärfte Einreisekontrollen können diese neue Generation von Al Qaida-Kämpfern stoppen. Udo Müller und Dirk Schulze berichten aus Leeds und sprachen in London mit einem deutschen Opfer des Bombenterrors.
Das Private Equity-Prinzip - wie das Erfolgsunternehmen Grohe zerlegt wurde
Seit 1901 fertigt das deutsche Traditionsunternehmen Grohe Bad-Armaturen - und das sehr erfolgreich. Grohe-Wasserhähne und Brausen werden weltweit vertrieben, die Bilanzen waren stets solide, die Unternehmensführung vorbildlich - das westfälische Familienunternehmen wie ein Bilderbuchbeispiel aus der guten alten Wirtschaftswunderzeit. Bis die Globalisierung und mit ihr die sogenannten "Private Equity Fonds" kamen. Denn jetzt gehört der einst solide Familienbetrieb internationalen Holdings mit Sitz auf den Cayman-Inseln und Briefkastenfirmen in der Steueroase Luxemburg.
Innerhalb von nur sechs Jahren wurde so aus der kerngesunden Firma ein Betrieb, dem Wirtschaftsgutachter nun 3000 Entlassungen und Werksschließungen empfehlen, um das Überleben von Grohe zu garantieren. Die neuen Aktionäre konnten inzwischen Traumrendite von 200% kassieren. Felix Kasten über ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte, in dem die Bezeichnung "Heuschrecken" ausnahmsweise mehr als treffend ist.
Historisches Exponat aus Petersburg - Rasputins bestes Stück
Seit jeher gehört Grigorij Raputin zu den berüchtigsten Figuren der russischen Geschichte. Der sibirische Bauer beglückte Ende des 19. Jahrhunderts angeblich zahlreiche Vertreterinnen der russischen Aristokratie mit seiner Lendenkraft. Einige der Damen sollen ihm damals regelrecht hörig gewesen sein.
Warum das vielleicht so war, zeigt nun ein äußerst interessantes Exponat einer Privatklinik für Potenzstörungen in St. Petersburg. Rasputins beeindruckendes bestes Stück schwimmt dort in Formaldehyd und gibt bis heute Rätsel auf. Anna Sadovnikova ist der Sache nachgegangen.