Der kontrollierte Urlaub: Ordnungshüter auf der Jagd nach Touristen - DER SPIEGEL
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Der kontrollierte Urlaub Ordnungshüter auf der Jagd nach Touristen

Weitere Themen der Sendung: Der ganz normale Wahnsinn - Ärzte zwischen Stress, Anteilnahme und Überarbeitung; Der Selbstmord-Knast von Kursk - Russische Haftbedingungen und ihre blutigen Folgen; Neue Leipziger Schule - Wie ostdeutsche Jungmaler den internationalen Kunstmarkt erobern
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Der kontrollierte Urlaub - Ordnungshüter auf der Jagd nach Touristen

Sie könnte so schön sein - die Ferienzeit. Wenn da nur nicht die lästigen Hüter von Recht und Ordnung wären, die selbst im Urlaub jede Gelegenheit ergreifen, den Feriengast zu piesacken. Schon auf der Reise in die freie Zeit fängt der Stress an. Kurz hinter der deutschen Grenze auf österreichischem Gebiet: der erste Ärger. Auf der Autobahn im Ösi-Land gilt die Maut-Pflicht. Wer keine Vignette hat, gerät ins Visier der umtriebigen und allgegenwärtigen Mautkontrolleure. Wird man erwischt, sind 120 Euro fällig. Etwas günstiger ist ein Strafzettel auf der ostfriesischen Insel Norderney. Wer es wagt auf dem autofreien Eiland innerhalb der Fußgängerzone mit einem Fahrrad zu fahren, zahlt zehn Euro. Durchschnittliche Einnahmen der örtlichen Polizeistreife pro Stunde: immerhin satte 200 Euro. Etwas weiter östlich wird unterdessen verstärkt nach so genannten Schwarz-Campern gefahndet. Eine Klientel, die sich vorzugsweise nachts auf einsamen Parkplätzen breit macht. Grund genug für die Ordnungsamts-Kontrolleure von Prerow verstärkt aufzupassen. Auch hier ist die Strafe gesetzlich festgelegt: 25 Euro fürs erste Mal, 35 Euro für Wiederholungstäter.

SPIEGEL TV-Reporter haben das Heer der Gesetzeshüter bei ihrer Streife durch die deutsche Ferienzeit begleitet.


Der ganz normale Wahnsinn - Ärzte zwischen Stress, Anteilnahme und Überarbeitung

Mehrere tausend Klinikärzte aus dem gesamten Bundesgebiet haben am Freitag in Berlin gegen die Arbeitsbedingungen in Kliniken demonstriert. Die Aktion richtete sich gegen die Absicht der Bundesländer, Urlaub- und Weihnachtsgeld zu kürzen und die Arbeitszeiten auf 42 Stunden auszudehnen. Maßnahmen, die sicherlich weder für Arzt noch Patient heilsam wären. Schon jetzt arbeiten die meisten Stationsärzte in Deutschland mehr als genug bei viel zu geringer Bezahlung. Sascha Rausch von der Universitätsklinik in Jena ist einer von ihnen. Innerhalb einer 24-Stunden-Schicht rettet der studierte Unfallchirurg Menschenleben, näht abgerissene Finger an, behandelt Messerstiche und richtet eine Fraktur nach der anderen. Sein Gehalt und das der assistierenden Krankenschwestern steht dazu in keinem Verhältnis. Birgit Großekathöfer hat Dr. Rausch bei der Schichtarbeit beobachtet.


Der Selbstmord-Knast von Kursk - russische Haftbedingungen und ihre blutigen Folgen

Sie schneiden sich die Arme auf, sie rammen sich Nägel in die Rippen und verweigern die Nahrungsaufnahme. Die Gefangenen der Haftanstalt im russischen Kursk haben offenbar nichts mehr zu verlieren. Im Juni kam es in der Strafkolonie Nummer Drei zu einem blutigen Aufstand unter den Insassen. Nachdem die Revolte niedergeschlagen wurde, versuchten sich etliche Häftlinge das Leben zu nehmen und viele fingen an, sich auf grausame Art und Weise selbst zu verletzen. Aus Protest gegen die unmenschlichen Haftbedingungen und um sich endlich Gehör zu verschaffen. Massenhafte Selbstverstümmelungen dieser Art sind selbst im russischen Strafvollzug, der in Teilen immer noch an die Methoden des Gulag erinnert, einmalig. Nie zuvor hat sich eine so große Gruppe von Gefangenen derart schwer verletzt. Für die Angehörigen ist die Situation kaum zu ertragen, der Direktor der Haftanstalt hält das ganze Theater dagegen für übertrieben. Anna Sadovnikova war vor Ort und hat sich selbst ein Bild der Lage gemacht.

SPIEGEL TV Exklusiv: Aufstand in Haftanstalt Nr. 3


Neue Leipziger Schule - Wie ostdeutsche Jungmaler den internationalen Kunstmarkt erobern

Er sei froh, dass er all seine Bilder über die Jahre hinweg aufbewahrt habe, sagt Hans Aichinger. Als der Erfolg kam, habe er nur so die enorme Nachfrage bedienen können. Inzwischen sind die Bestände des Malers bis auf das letzte Bild verkauft. Wer heute ein Aichinger-Bild haben will, muss lange warten können und viel Geld bezahlen. Der 33-Jährige gehört zu jenen jungen Malern aus Ostdeutschland, die seit einigen Jahren Furore machen und deren Erfolg alles andere als kurzlebig zu sein scheint. Leipzig ist zur Zeit "the place to be" im internationalen Kunstmarkt. Galerien von Korea bis Kalifornien reißen sich um die Werke deutscher Maler. SPIEGEL TV-Reporter Adrian-Basil Mueller berichtet über den Leipziger Kunst-Hype.

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