Drama in 8000 Metern Höhe: Wenn Flugzeuge abstürzen - DER SPIEGEL
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Drama in 8000 Metern Höhe Wenn Flugzeuge abstürzen

Weitere Themen der Sendung: Zwischen Katholizismus und Spaßgesellschaft - Der Papst und die Massen; Bomben auf Araber - Die Attentatspläne jüdischer Terroristen
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Drama in 8000 Meter Höhe - Wenn Flugzeuge abstürzen

Eine Woche nach dem Flugzeugabsturz der zyprischen Passagiermaschine bei Athen gibt das Geschehen immer noch Rätsel auf. Mittlerweile wurde bekannt, dass ein Steward mit Pilotenausbildung sowie seine Freundin offenbar versucht hatten, den Absturz am vergangenen Sonntag, bei dem 121 Menschen ums Leben kamen, noch abzuwenden.

Auch die Theorie, dass sich viele der Leichen in gefrorenem Zustand befunden hätten, scheint sich nicht zu bestätigen. Laut Obduktionsbericht hat ein fünfjähriges Kind den Absturz sogar überlebt, starb jedoch kurz danach an Rauchvergiftung. Besonders interessant für die Ermittler ist jedoch vor allem die Vorgeschichte der Unglücksmaschine. Der ehemalige Chef-Ingenieur der privaten Fluggesellschaft "Helios", Kyriakos Pilavakis hat erklärt, das Flugzeug vom Typ Boing 737 habe bereits bei einem Flug im Dezember 2004 "erhebliche Probleme mit dem Luftdruck-Ausgleich gehabt". Daraufhin "wurde die Maschine sogar nach Großbritannien gebracht und dort vier Tage lang kontrolliert". Gefunden wurde dabei offenbar nichts. Der Absturz von Athen ist spektakulär und mysteriös zugleich, ein Einzelfall ist er jedoch nicht.

Wenn Flugzeuge vom Himmel fallen - Birgit Großekathöfer, Detlev Konnerth und Udo Müller berichten.


Zwischen Katholizismus und Spaßgesellschaft - Der Papst und die Massen

Ob es Papst Benedikt dem XVI. nun gefällt oder nicht - auf dem Weltjugendtag wird er gefeiert wie ein Popstar. Ausgerechnet dieser Papst, der alles geißelt, was die Jugend im Alltag so treibt, wird von ihr vorbehaltlos angenommen. Wer die Besucher des größten Kirchen-Events aller Zeiten beobachtet, muss in diesen Tagen neidlos anerkennen, dass die katholische Religion offenbar ziemlich gute Laune macht. Egal wohin man schaut, überall tummeln sich ausgelassene junge Leute, die in der einen Minuten in endlosen Gebeten versinken und in der anderen Kondome aus den Automaten ziehen.

Ein religiöser Ausnahmezustand irgendwo zwischen Loveparade und Pilgerreise. Doch die "Papamanie" hat auch seine Schattenseiten - für die Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes sogar ziemlich arbeitsintensive. Um die falschen von den echten Papst-Devotionalien zu unterschieden, schieben die Kontrollorgane Sonderschichten.

Pilger, Präser und Prälaten - Steffen Haug und Oliver Richardt über eine göttliche Woche in Köln.


Bomben auf Araber - Die Attentatspläne jüdischer Terroristen

Es war mitten in der Nacht, als die Männer den Anhänger vor der arabischen Mädchenschule im Jerusalemer Stadtteil At-Tuv abstellten. Auf der Ladefläche: Zwei TNT Minen, zwei große Gaskanister, zwei 250-Liter-Fässer Diesel und dreieinhalb Kilo Schrauben und Nägel. Eine Mischung, die ausgereicht hätte, viele Menschen zu töten und noch mehr schwer zu verletzen. Der Zeitzünder der Bombe war auf 7.30 Uhr gestellt. Genau zu dieser Uhrzeit hätte in der gutbesuchten Mädchenschule der Unterricht begonnen.

Wie durch ein Wunder misslingt das Attentat. Die Männer werden noch in der gleichen Nacht verhaftet, weil sie einer Polizeistreife aufgefallen waren. Die Bombe wird entschärft. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Mitglieder einer anti-palästinensischen Terrorgruppe und bei genauerer Betrachtung unterscheidet sich ihre Gewaltbereitschaft nicht im Geringsten von denen arabischer Selbstmordbomber. Im Prozess geben die Männer an, "dass sie sich mit der geplanten Untat für die palästinensischen Terrorattentate auf Juden rächen wollten".

Auge um Auge, Zahn um Zahn - dem israelischen Filmmacher Dan Setton ist es gelungen, mit den Attentätern in der Haft zu sprechen.