Vom Zauber der Hexerei Ein Land im Harry-Potter-Fieber
Im Harry-Potter-Rausch - Der Mega-Erfolg eines kleinen Zauberlehrlings
Sie haben die Nacht regelrecht durchgelesen. Tausende von deutschen Kindern verwandelten sich schon kurz nach Erscheinen des neuen Harry Potter Titels in wahre Leseratten. Fernsehen, Computer, Gameboy - alles sterbenslangweilig im Vergleich zu den Geschichten der britischen Bestsellerautorin Joanne K. Rowlings. Die Begeisterung für die Abenteuer des kleinen Harry Potter, der in einer Welt aus Magie und Hexerei lebt, ist auch im Jahre 2005 ungebrochen.
Mittlerweile hat die Zauberei auch den Alltag erreicht. In fast jeder Stadt gibt es Hexen, Zauberschulen oder andere mehr oder weniger magische Einrichtungen. Was der willige Zauberlehrling dabei jedoch gern vergißt, ist die Tatsache, daß das Leben einer Hexe in der Vergangenheit alles andere als zauberhaft war. Vor allem im Mittelalter war der Umgang mit Frauen, die der Hexerei verdächtigt wurden, mehr als bestialisch.
Andreas Dieste, Sanja Hardinghaus und Peter Hell über die neue und alte Geschichte der Zauberei.
Geschäft ohne Mitleid - Die Elends-Bettler von Hamburg
Das Hamburger Bezirksamt hat am Freitag den Kellerbereich eines Hotels auf St. Pauli schließen lassen. In den völlig verdreckten Zimmern waren schwerbehinderte Bulgaren zusammengepfercht worden, die tagsüber in den noblen Einkaufsmeilen der Hansestadt zum Betteln geschickt wurden. Grundlage der Schließung ist das Baurecht. Offenbar die einzige Möglichkeit, den organisierten Strukturen der Bettelmafia einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben. Denn Betteln allein ist in Hamburg nicht verboten. In der Vergangenheit hatte die Polizei deswegen auch kaum Möglichkeiten einzuschreiten.
Schon seit langem ist Hamburg Anlaufpunkt für zahlreiche Banden, die zumeist aus Rumänien oder Bulgarien anreisen und mit ihren verkrüppelten Landsleuten gute Geschäfte machen. Die Behinderten selbst haben davon nichts, abkassieren tun nur die Bosse.
Birte Meier und Udo Müller über die Masche mit dem Mitleid.
Zwischen Kopfgeburt und Kopfnuss - Schachboxen
Es hat mit Faustkampf, Intelligenz und Kunst zu tun und ist damit schon ein Widerspruch in sich. "Schachboxen" lautet der Titel einer neuen sportlichen Disziplin, die am Samstag Abend in Berlin ihren Höhepunkt fand. Erfinder der handfesten Auseinandersetzung, bei der abwechselnd geboxt und Schach gespielt wird, ist ein niederländischer Aktionskünstler. Und wenn man davon absieht, dass es dem Laien unlogisch erscheinen mag, dass Boxer erst mühsam einen Denksport erlernen, um sich dann anschließend im Ring dumm und dämlich zu hauen, ist das Ganze äußerst unterhaltsam.
Beobachtungen von Hendrik Vöhringer.
Intelligente Tiere - Über geschickte Krähen, sprechende Gorillas und andere Schlaumeier
Der frühe Vogel fängt den Wurm - der schlaue Vogel schläft aus und bastelt sich Werkzeuge: Frei nach diesem Motto meistern Krähen aus Neukaledonien ihr Leben - und zwar auf überraschend intelligente Weise. Die Krähen bauen sich Werkzeuge, um an Nahrung zu gelangen. Eine Fähigkeit, die bei Vögeln alles andere als verbreitet ist. Jetzt hat ein Forscherteam in Oxford herausgefunden, dass die Krähen dieses Können nicht erlernen, sondern dass es ihnen quasi mit ins Nest gelegt wurde.
Zu welch verblüffenden Leistungen Tiere fähig sind, zeigen auch Beispiele anderer Arten. So ist das Gorillaweibchen Coco in der Lage, mit Hilfe der Gebärdensprache zu kommunizieren. Coco beherrscht hunderte Begriffe. Kein Problem also für sie, sich zum Geburtstag Bananentorte zu wünschen.
Peter Hell berichtet.
Der Einbrecherkönig von Göttingen - Über die Sammelwut eines Seriendiebes
Holger J. war nicht gerade wählerisch, wenn es um Beute ging. Der Mann nahm einfach alles mit, was ihm in die Finger geriet. Davon geht jedenfalls die Polizei in Göttingen aus, die den Dieb jetzt hinter Gitter brachte. Doch der Mann scheint nicht irgendein Einbrecher zu sein. Er ist der Messie unter den Dieben. Mehr als 5000 Beutestücke konnte die Polizei bislang ausfindig machen. Der 47-Jährige mietete mehrere Wohnungen, Garagen und sogar einen Tanzsaal an, um sein Diebesgut unterzubringen. Fast alles soll nach Polizeiangaben aus Wohnungseinbrüchen stammen. Neben wertvollen Gegenständen wie Schmuck, Computer, Kameras und Fahrrädern fanden die Beamten auch Unmengen an Krempel, wie Hirschgeweihe, Autokennzeichen oder eine halbe Tonne Blei.
Peter Hell über kuriose Einzelfälle und flächendeckende Wohnungseinbrüche.