Verbrecherkarrieren mit 14: Über jugendliche Intensivstraftäter - DER SPIEGEL
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Verbrecherkarrieren mit 14 Über jugendliche Intensivstraftäter

Weitere Themen der Sendung: Unkontrolliert - In Schloß Boitzenburg flossen Fördergelder in rauhen Mengen; Feuer-Inferno - Eisenbahnmuseum verliert seine größten Schätze; Fans ohne Hemmungen - Die Groupies der Superstars
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Geschlossene Heime, Erlebnis-Reisen, Strafvollzug oder Kuschel-Pädagogik - im Umgang mit jugendlichen Intensivstraftätern sind die Sanktionsmaßnahmen so vielfältig, wie umstritten. Obwohl das Problem in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat und es mittlerweile 14-jährige mit ausgewachsenen Vorstrafenregistern gibt, sind Politik und Justiz mit der minderjährigen Klientel überfordert. Die Tatsache, dass etwa 80 Prozent aller Intensivstraftäter aus Migrationsfamilien stammen, macht die Angelegenheit nicht einfacher. Unverblümt fordern erfahrene Jugendrichter mittlerweile die konsequente Durchsetzung von frühzeitigen Haftstrafen. Offene Heime und Bewährungsstrafen hätten bei den gefährdeten Jugendlichen keine Wirkung gezeigt. Hendrik Vöhringer und Udo Müller über hilflose Behörden und gefährliche Kinder.


Unkontrolliert - In Schloß Boitzenburg flossen Fördergelder in rauhen Mengen

Es war ein echtes Schnäppchen, dass der Hamburger Unternehmer Oliver Ehrbacher 1998 ergatterte: Ein prachtvolles, wenn auch etwas heruntergekommenes Schloß in der brandenburgischen Uckermark für einen Euro. Nachdem die Treuhand das Objekt für den symbolischen Preis verkauft hatte, wollte sich auch die Investitionsbank des Landes Brandenburg nicht lumpen lassen und förderte die Renovierung des Kleinodes mit 23 Millionen Euro. Obendrein bekam der smarte Geschäftsmann noch mal zwölf Millionen von der Arbeitsagentur Eberswalde. Dass Ehrbacher und seine Partner danach nicht nur den Prachtbau restaurierten, sondern auch ein paar Luftschlösser anbauten, ist den beteiligten Geldgebern offenbar erst klar geworden, als bereits das Insolvenzverfahren lief. Mittlerweile geht die Potsdamer Staatanwaltschaft davon aus, dass nicht 35, sondern höchstens 17 Millionen der geflossenen Fördergelder investiert wurden. Wo der Rest des Geldes geblieben ist, scheint unklar. Birte Möller berichtet.


Feuer-Inferno - Eisenbahn-Museum verliert seine größten Schätze

Eisenbahnfans aus der ganzen Welt sind entsetzt. Mit dem Brand im Nürnberger Eisenbahnmuseum ist der wichtigste Teil der deutschen Bahngeschichte in Flammen aufgegangen. Dampfbetriebene Schätze, das Weltkulturerbe der Schienenkunst: für immer zerstört, eingeschmolzen oder zu Asche verbrannt. Zu den schlimmsten Verlusten zählt der Nachbau der legendären "Adler" Lokomotive aus dem Jahre 1935 oder das letzte fahrfähige Exemplar der stärksten deutschen Güterzugdampflok von 1941. Insgesamt sind 24 historische Loks und Waggons bei dem Großfeuer im Stadtteil Gostenhof verbrannt. Übrig geblieben sind nur verkohlte Gerippe - ein grauenhafter Anblick, nicht nur für Eisenbahner. Andreas Dieste war vor Ort.


Fans ohne Hemmungen - Die Groupies der Superstars

Sie reisen zu jedem Konzert, sie chatten stundenlang in Internetforen und manchmal schicken sie gebrauchte Schlüpfer an die Objekte ihrer Begierde. Wahre Fans kennen bei der Vergötterung ihrer musikalischen Helden keine Grenzen. Für die Stars selber ist der Fan-Kult Teil des Geschäftes und mitunter auch Teil des Vergnügens. Vor allem dann, wenn aus den kreischenden Fans irgendwann handfeste Groupies geworden sind. Mit anderen Worten: Frauen oder junge Mädchen, die nicht nur in den Backstage-, sondern am liebsten auch in den Intimbereich der Stars eindringen wollen. Um im Bett von Robbie Williams oder Mick Jagger zu landen, stellen sie so einiges an. Auf Tuchfühlung mit den Stars - Lutz Ackermann und Francis Moosavi über Sex, Groupies and Rock n Roll.