Sex, Liebe und Evolution Wie Frauen und Männer lieben
Sex, Liebe und Evolution -
Wie Frauen und Männer lieben
Männer kommen grundsätzlich zu früh und Frauen wollen stundenlang gestreichelt werden. Nirgendwo ist der kleine Unterschied zwischen den Geschlechtern so groß wie im Bett. Seit Jahrzehnten versuchen Paartherapeuten, Sexualwissenschaftler und andere selbsternannte Heilsbringer die oftmals unbefriedigende Situation in den Griff zu bekommen. Mit mittelmäßigem Erfolg. Das mag daran liegen, dass Frauen und Männer grundsätzlich sehr verschieden sind. Und zwar liegt das nicht - wie uns lange Zeit versichert wurde - einzig und allein an der Erziehung. Beobachtungen unter Kleinkindern zeigen sehr deutlich: Mädchen spielen tatsächlich gern mit Puppen, sind in der Regel kommunikativer und eher gemein als gewalttätig. Jungs sehen dagegen in jedem Stock eine Waffe, wissen nicht, wohin mit ihrer Kraft und anstatt vieler Worte benutzen sie lieber ihre Fäuste. Vorurteile, die jede Kindergärtnerin bestätigen kann.
Zwischen Krabbelgruppe und Kuschelsex - Steffen Haug und Ralf Quinke über angeborene und anerzogene Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein.
Aufstand der Frustrierten -
bürgerkriegsähnliche Zustände in Paris
Als Frankreichs Innenminister Nicolas Sarkozy zu Beginn der Woche die Vorstadtghettos bei Paris besuchte, um sich ein Bild von den zunächst noch harmlosen Ausschreitungen zu machen, bezeichnete er die Randalierer als "Gesindel" und goss damit reichlich Öl ins ohnehin schon lodernde Feuer. Mittlerweile wird der einstige Hoffnungsträger der Politik die Geister, die er rief, nicht mehr los. Seit fast einer Woche jagt in den Vorstädten der noblen Metropole eine Straßenschlacht die nächste. Hunderte von Autos sind bereits in Flammen aufgegangen, ein Ende ist nicht in Sicht. Die Situation - ausgelöst durch den Unfalltod zweier Jugendlicher - ist eskaliert. Und allmählich wird auch den politischen Vertretern klar, dass die geduldete, wenn nicht sogar gewünschte Ghettobildung in den Vorstädten zu einer kaum beherrschbaren Parallelgesellschaft geführt hat.
Millionenschaden durch Graffiti -
Sprayer im Visier der Fahnder
Es ist ein regelrechtes Wettrüsten. Die Sprayer lassen sich immer neue Methoden einfallen, um ihre Werke möglichst dauerhaft zu verewigen und die Reinigungsunternehmen versuchen, die zweifelhafte Kunst so schnell wie möglich wieder zu entfernen. Der neueste Schrei in der Graffiti-Szene: Auto-Unterboden-Lack. Die teerhaltige Farbe gilt unter den Hardcore-Sprayern als besonders hartnäckig. Für die staatlich finanzierten Saubermänner ein schwerwiegendes Problem, dass sich mit den handelsüblichen Hochdruckreinigern nicht einfach wegwischen lässt. Und selbst wenn: Das Tempo, mit dem die Straßenkünstler mittlerweile ganze Stadtteile vollsprühen, ist für die Gegenseite ohnehin nicht mehr einzuholen.
Adrian-Basil Müller hat sich die Lage in Berlin und Leipzig, wo mittlerweile jede fünfte Fassade betroffen ist, angesehen.
Gänsehaut garantiert -
Das Spukschloss von Edingburgh
Eigentlich sind die Briten ein beneidenswertes Volk: sie haben ihre eigene Währung, verfügen über legendär viel Humor und sind in der Lage, mit längst Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Jeder zweite Inselbewohner glaubt an die Existenz von Geistern. Kaum jemand stört sich daran. Ganz im Gegenteil: die Besucher aus dem Jenseits sind im Diesseits gern gesehene Gäste. Um den Spuk auch wissenschaftlich zu untermauern, hat man sich im schottischen Edingburgh zu einem ungewöhnlichen Experiment entschlossen.
Lebende zu Besuch bei den Toten - Dirk Schulze über eine haarsträubende Versuchsreihe.