Verschleppt und gefoltert Die geheimen CIA-Missionen in Europa
Verschleppt und gefoltert - Die geheimen CIA-Missionen in Europa
Khaled el-Masri, Abu Omar, Mohammed al-Zery, Maher Arar. All diese Männer sind sich im Leben wohl nie begegnet, doch verbindet sie etwas. Sie alle wurden zu Opfern geheimer CIA-Operationen im Kampf gegen den Terror. Sie wurden entführt, versteckt, gefoltert.
Menschenrechtsorganisationen werfen den USA vor, ein weltumspannendes Netz von Geheimkommandos zu betreiben, die Terrorverdächtige in Folterstaaten verfrachten. Ungeachtet nationaler oder internationaler Gesetze.
Dutzende solcher Transporte sind mittlerweile dokumentiert, die dafür genutzten Flugzeuge identifiziert. Washington streitet diese Praktiken ab, ebenso wie die Existenz so genannter Geheimgefängnisse, in denen Terrorverdächtige ohne jegliche Rechte festgehalten werden.
Die SPIEGEL-TV-Reporter Steffen Haug, Peter Hell und Felix Kasten berichten.
Todeskandidat - Begnadigt der "Terminator" Stanley Tookie Williams?
Für die einen ist Stanley "Tookie" Williams ein geläuteter Krimineller, für andere ein kaltblütiger Mörder, der seine Taten nie bereut hat. Stanley "Tookie" Williams sitzt seit 24 Jahren hinter Gittern, und selten hat die geplante Hinrichtung eines Mörders in den USA für derart viele Schlagzeilen gesorgt.
Der 51-Jährige gründete als Teenager die berüchtigte Crips-Bande, bei Raubzügen erschoss er vier Menschen, wurde dafür 1981 zum Tode verurteilt. Seitdem sei aus ihm, so Williams, ein anderer Mensch geworden. In der Todeszelle sei er "erlöst" worden, habe der Gewalt abgeschworen.
Zehn Bücher hat "Tookie" geschrieben, in denen er Jugendliche vor einem Bandenleben warnt. Seine Botschaft gegen Gewalt brachte ihm mehrere Nominierungen für den Friedensnobelpreis ein. Prominente wie der Rapper Snoop Dogg setzen sich für seine Begnadigung ein.
Die kann jetzt nur noch einer aussprechen: Ex-Terminator Arnold Schwarzenegger. Bis Dienstag hat Kaliforniens Gouverneur Zeit für seine Entscheidung. Dann ist der Hinrichtungstermin.
SPIEGEL-TV-Reporterin Karin Assmann berichtet.
Scheidungsopfer Mann - Wenn Väter um ihre Kinder kämpfen
Michael A. hat seine kleine Tochter Maribel seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Nach der Trennung von seiner Frau ist diese mit dem gemeinsamen Kind verschwunden. "Ich werde um sie kämpfen, versuche diesem Ziel jeden Tag etwas näher zu kommen." Michael A. vermutet seine Tochter in Spanien, hat dort bislang erfolglos nach der Fünfjährigen gesucht.
Der Vater ist keine Ausnahme. Im Scheidungsfall wird der Mann oftmals zum Opfer, nicht nur finanziell, sondern vor allem auch hinsichtlich der Kinder.
Studien belegen, dass etwa jeder vierte Vater nach einer Trennung den Kontakt zu seinen Kindern verliert, häufig nicht freiwillig. Deutsche Gesetze machen es den Männern schwer. Wenn es ums Sorge- oder Umgangsrecht geht, ziehen die Papas oft den Kürzeren. Akzeptiert die Ex-Frau als einzigen Kontakt zwischen Vater und Kind die Bankverbindung, steht der Mann auf verlorenem Posten.
Eine Bremer Studie mit 3600 Befragten kam zu dem Ergebnis, dass fast jeder zweite Vater um den Umgang mit seinen Kindern kämpfen muss.
SPIEGEL-TV-Reporterin Sanja Hardinghaus berichtet.