Künstliche Befruchtung: Die Flucht der Kinderlosen ins Ausland - DER SPIEGEL
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Künstliche Befruchtung Die Flucht der Kinderlosen ins Ausland

Weitere Themen der Sendung: Gülle, Weizen, Frittenöl - Das Volk greift zu alternativen Energien; Ab nach Polen - Warum immer mehr deutsche Firmen die Grenzen überschreiten
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?




Künstliche Befruchtung -
die Flucht der Kinderlosen ins Ausland


Wer in Deutschland ungewollt kinderlos bleibt, hat es schwer. Als letzter Ausweg für verzweifelte Paare bleibt die Flucht ins Ausland. Dort gibt es mitunter liberalere Gesetze und Hilfe auf dem Weg zum Elternglück.

Bis vor sieben Monaten gehörten Martina und Stefan Schmitzer zu jenen rund eineinhalb Millionen Paaren in Deutschland, die ungewollt kinderlos sind. Mittlerweile sind sie stolze Eltern von Zwillingen. Doch ihren Kinderwunsch konnten sich die beiden nur im Ausland erfüllen. Denn ausgerechnet im kinderarmen Deutschland sind die Regeln für künstliche Befruchtungen extrem streng. SPIEGEL TV hat ein Paar begleitet.


Gülle, Weizen, Frittenöl -
das Volk greift zu alternativen Energien

Exxon fährt milliardenfache Rekordgewinne ein, Bio-Diesel soll nun doch teurer werden und die Heizölrechnungen sind nur noch unverschämt - irgendetwas läuft schief in der Energieversorgung des kleinen Mannes. So oder so ähnlich empfinden immer mehr Deutsche, und anstatt die Hände in den Schoß zu legen, packen sie an und satteln um. Da gibt es Bauern, die aus Kostengründen mit Weizen heizen, ganze Dörfer, die aus Gülle Energie gewinnen und immer mehr Autofahrer, die nicht mit teurem Benzin, sondern mit billigem Frittenöl fahren. Bei der Erfindung neuer günstiger Energieformen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Die einzigen Hürden sind - wie so oft, wenn Menschen in Deutschland Eigeninitiative beweisen - bürokratischer Natur.

Dirk Schulze über Bundesbürger, die zeigen, dass es auch anders geht - ohne die Ölmultis und ohne Stromgiganten.


Ab nach Polen -
warum immer mehr deutsche Firmen die Grenzen überschreiten

Das neue deutsche Wirtschaftswunderland liegt in Polen. Es nennt sich Sonderwirtschaftszone und ist gleich in mehrfacher Ausführung zu finden. In den Steuerparadiesen auf polnischem Boden finden deutsche Unternehmer jene Menschen, die sie hier oft vergeblich suchen: Die Rede ist von billigen Arbeitskräften. Für einen Bruchteil eines deutschen Durchschnittsgehaltes wird dort rund um die Uhr gearbeitet. 40-Stunden-Woche hin oder her. Mittlerweile gibt es kaum noch eine deutsche Firma, die nicht darüber nachdenkt, wenigstens mit einem Teil der Firma "rüberzumachen". Das Tochterunternehmen von Elektrolux, AEG, ist nur das jüngste Beispiel dafür. Die Stellen, die AEG in Deutschland abbaut, sollen schon bald in Polen durch neue ersetzt werden.

Adrian-Basil Mueller über die Wirtschaftswanderung gen Osten.