Sturmflut und Klimachaos Extremwetter weltweit
Die Hamburger Sturmflut und die neuen Extremwetter-Prognosen
Es war die bisher größte Naturkatastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Hamburger Sturmflut von 1962 setzte einige Hundert Quadratkilometer Deutschland unter Wasser. Über dreihundert Menschen starben. Unzählige verloren knapp 20 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg zum zweiten Mal ihr gesamtes Hab und Gut. Am 16. Februar 1962 ertrank im Nachthochwasser der Nordsee auch der Glaube an die Sicherheit: die moderne Weltstadt Hamburg war der Naturgewalt hilflos ausgeliefert.
Inzwischen sind die Deiche seit langem höher und besser befestigt. Die Prognosen der Klimaforscher aber sind für die kommenden Jahrzehnte alles andere als beruhigend: die Wissenschaftler sagen heftige Sturmfluten mit bisher ungeahnten Wasserständen voraus. Bis zum Ende des Jahrhunderts sollen die Klimaveränderungen und insbesondere die globale Erderwärmung zu Wasserständen führen, die zum Beispiel in Hamburg 70 cm höher als bisher auflaufen werden. Die jetzigen Deiche sind darauf nicht ausgerichtet. Die SPIEGEL-TV-Reporter Peter Hell und Adrian Basil Müller haben mit Meteorologen und Küstenforschern über den Klimawandel und seine Folgen gesprochen.
Vogelgrippe auf Rügen - Vom Versagen der Behörden
So ein Unimog ist schon ein tolles Fahrzeug. Geländegängig, große Ladefläche, geringer Spritverbrauch. Eigentlich wie geschaffen, um auf Rügen beim Einsammeln der toten Gänse, Enten und Schwäne Hilfe zu leisten. Doch leider taucht der erste LKW erst am frühen Freitagmorgen auf. Drei Tage nachdem die Vogelgrippe nach Deutschland kam, läuft das Katastrophen-Management immer noch schleppend. Der zuständige Bundesminister wirft dem Land versagen vor, der angegriffene Landesminister schiebt die Schuld weiter zur überforderten Landrätin. Pressekonferenzen werden abgehalten, Krisenstäbe tagen und keiner hat mehr so richtig einen Überblick. Die SPIEGEL-TV-Reporter Felix Kasten, Udo Müller und Oliver Richardt über Behörden und ihr Kampf gegen die tödliche Grippe.
Ein Appartement für 44 Millionen Dollar - Wohnungssuche in New York
Genau genommen ist es nur eine voll gebaute Insel. Allerdings eine mit den höchsten Immobilienpreisen der Welt. Manhattan ist in den vergangenen Jahren zum Hotspot für wohnungssuchende Milliardäre geworden. Nirgendwo wird soviel Geld für ein simples Zwei-Zimmer-Appartement bezahlt, wie in New York und nirgendwo ist die Schlange der Bewerber so lang. Doch nicht jeder, der es sich leisten kann, 30 Millionen Dollar für ein Eigenheim zu bezahlen, darf es auch. Die Auswahlkriterien der oft milliardenschweren Bittsteller sind äußerst streng. Etikette und Kinderstube sind in den meisten New Yorker Luxus-Appartement-Häusern wichtiger als Glamour und Kohle. Ohne ein tadelloses Führungszeugnis der feinen Gesellschaft braucht man sich in den mondänen Hausgemeinschaften erst gar nicht vorzustellen. Mariah Carey - bekannt als kurvige Pop-Röhre - fiel bei ihrem Bewerbungsgespräch glatt durch. Hinter den Kulissen einer megareichen Minderheit. Ein Film von Karin Assmann.
Abu Ghureib - neue Skandalfotos aufgetaucht
Gibt es eine Steigerung der Demütigung? Ist ein Haufen nackter Männer nicht genug gewesen? Haben wir nicht schon alles erfahren über den Umgang mit Gefangenen in Abu Ghureib? Nein, haben wir nicht. Seit ein paar Tagen sind neue schockierende, verstörende und wütend machende Fotos und sogar Videos aus dem amerikanischen Folterknast im Irak in der Öffentlichkeit. Da hängt ein Mann nackt und kopfüber aus einem Bett. Einem anderen sind Fäkalien über den Körper geschmiert worden. Eine ganze Gruppe muss vor der Video-Kamera der Wärter masturbieren. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte dazu, dass die Veröffentlichungen die Situation nur weiter aufpeitschen und unnötige Gewalt in der Welt verursachen würden. SPIEGEL TV zeigt die neuen Fotos und Videos aus Abu Ghureib.