Verdis Müllberge Warum der Streik vielen Menschen stinkt
Verdis Müllberge - Warum der Streik vielen Menschen stinkt
Sie kommen nachts und sie haben es eilig. Im Schutz der Dunkelheit werfen Menschen ihren Müll vor die Tore verschlossener Recyclinghöfe. Nach zwei Wochen Streik wissen sie nicht mehr, wohin mit ihrem Abfall. Längst sind alle Keller voll, der Straßenrand zugetürmt und manch einer stapelt seine Abfallsäcke bereits auf dem Balkon. Mit jeder weiteren Mülltüte wächst die Dreck-Pyramide und der Frust über einen Protest, der den Betroffenen allmählich zum Himmel stinkt. Kaum jemand bringt noch Verständnis auf für die Saubermänner von der Gewerkschaft, die wegen 18 Minuten Mehrarbeit, die Bürger wochenlang im Müll stehen lassen. In Städten wie Stuttgart, in denen der Streik am längsten läuft, warnt das Gesundheitsamt bereits vor einer drohenden Rattenplage. Von dort und aus Hamburg berichten Steffen Haug, Andreas Dieste und Oliver Richardt.
Vom Wohnwagen an die Weltspitze - Eminems harter Weg zum Erfolg
Seitdem Eminem seinem Trailer Park in Detroit den Rücken gekehrt hat, ist dem blondierten Burschen alles gelungen, was er sich vorgenommen hat. Nach seiner Hitsingle "My Name Is" im Jahr 1999 gab es für ihn nur noch eine Richtung: steil nach oben. Und das war laut Eminem auch bitter nötig, da der kleine Mashall Mathers in seinem früheren Leben - in der Zeit vor dem Erfolg - ganz unten lebte: in den weißen Armenvierteln von Detroit, am Rande der 8 Mile, wo der White Trash am schmutzigsten wirkt. Über 50 Millionen Platten hat Eminem in den vergangenen sechs Jahren verkauft. Kaum jemand hat mit seinen Texten die Öffentlichkeit so gespalten, wie er. Frauen- und Schwulengruppen gingen gegen ihn auf die Straße, der amerikanische Senat verurteilte seine Songs sogar als pornografisch. Und gleichzeitig erhielt er alle wichtigen Auszeichnungen, die man als Popmusiker bekommen kann. Von ganz unten nach ganz oben - die Geschichte eines Superstars, erzählt von Karin Assmann.
Auf dem rechten Auge großzügig - Staatliche Unterstützung für Hooligans
Mit einem Förderbescheid von über 4.800 Euro unterstützte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Gottfried Timm (SPD) im August 2005 ein Präventionsprojekt namens "Fan statt Hooligan". Mit dem Geld wollte er die problematischen Fans der "Sportgemeinschaft Dynamo Schwerin" auf einen politisch-korrekten Weg bringen. Rechtsextreme Tendenzen und Gewalttaten unter den Anhängern der Bezirks-Kicker sollten endgültig beendet werden. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht die Situation leider ganz anders aus. Denn die Mitglieder des Fan-Clubs randalieren und prügeln auch nach Erhalt der finanziellen Förderung munter weiter. Zuletzt entführte ein Dynamo-Fan sogar eine Schweriner Straßenbahn. Einige der Herren, die der Innenminister so großzügig unterstützt, sind in der Datei: "Gewalttäter Sport" erfasst, andere sind als verurteilte Täter der Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen bereits aktenkundig. Felix Kasten über ein Projekt, das man möglicherweise nicht fördern, sondern stoppen müsste.
Verkaufsschlager zur Zeit - Das "Vogel-Grippe-Notfall-Set"
Seitdem in Rügen die Schwäne vom Himmel fallen, läuft das Geschäft von Dirk Gebert aus Barsihow richtig gut. Der gelernte Tischler und Hobbygeflügelzüchter bietet bei Ebay "ABC-Schutzanzüge der Bundeswehr" an. Der stolze Besitzer einer Emdener Zuchtgans namens "Artur" will sich und andere damit vor der drohenden Vogelgrippe schützen. Eine Idee, die neben Herrn Gebert auch noch andere hatten. Die Berufsfachbekleidungsfirma "M.M.-Team" hat gleich eine komplette "Kontaminations-Schutzausrüstung gegen die Vogelgrippe H5N" im Angebot. Enthalten darin unter anderem: ein Einweg-Overall, garantiert Viren- und Blutdicht. Wem das zu aufwendig ist, der kann es auch mit einer elektronischen Vogelscheuche der Firma "Krauss Elektronik" in Heilbronn versuchen. Wahlweise wird der grippekranke Angreifer dort durch Adler- oder Falkengeschnatter vertrieben. Wenn aus der Panik ein Geschäft wird. Birte Meier berichtet.