Graue Wölfe an Kölner Schulen Türkische Extremisten unterwandern Unterricht
Graue Wölfe an Kölner Schulen - Türkische Extremisten unterwandern Unterricht
Die Meldungen kommen aus zwei Kölner Gesamtschulen und sie sind beunruhigend: Schüler sollen sich zunehmend zu der extremistischen Bewegung der "Grauen Wölfe" bekennen. Im Unterricht tragen sie offen die Symbole der "Grauen Wölfe" - Ketten mit drei Halbmonden oder Ringe mit dem Abbild eines heulenden Wolfes. Zwei Lehrer berichten gegenüber SPIEGEL-TV, wie Kinder und Jugendliche in Vereinen anscheinend gezielt von türkisch-nationalistischen Gruppen angeworben und indoktriniert werden. Auf Schulheften, so die Lehrer, fände sich immer wieder das Kürzel MHP für die rechtsextreme Partei der nationalistischen Bewegung. Schüler würden sich nach der Schule in Kulturvereinen verabreden und auch schon mal mit "Salumaleikum" grüßen. Gegenüber SPIEGEL-TV-Teams bekannten mehrere Schüler offen ihre Sympathie für die Bewegung der "Grauen Wölfe" - oft allerdings, ohne deren politische Inhalte genauer beschreiben zu können. Andreas Dieste und Udo Müller berichten über eine Parallelgesellschaft, die- wieder einmal - schon in deutschen Klassenzimmern beginnt.
Bürgeraufstand in Berlin-Pankow - Moschee-Neubau erhitzt die Gemüter
Eigentlich sollte es ein Informationsabend werden, auf dem die Bürger über den geplanten Bau einer Moschee im Stadtteil Pankow aufgeklärt werden. Doch schon nach kurzer Zeit kippte die Stimmung in der Turnhalle der örtlichen Grundschule. Aus der Bürgerversammlung wurde ein mittlerer Bürgeraufstand. Wütende Parolen und Sprechchöre drückten aus, was offenbar viele im Viertel denken. "Det jibt böses Blut, wenn die hier bauen" schimpft einer der Anwohner und ein anderer ergänzt: "die Kameltreiber haben hier nichts zu suchen". Der Fremdenhass richtet sich gegen die Ahmadiyya-Gemeinde, die für 250 000 Euro in der Tiniusstraße ein Grundstück erworben hat, um dort für ihre Mitglieder eine Moschee samt Minarett zu errichten. Ein Bauvorantrag wurde bereits genehmigt. Die muslimische Gemeinde zählt etwa 200 Mitglieder und hat bislang keiner Sicherheitsbehörde Sorgen bereitet. Den Gegnern scheint das egal. Henrik Vöhringer über ein Bauprojekt und seine Feinde.
In der textilfreien Gewinnzone - FKK-Bäder erobern den Osten zurück
Mit Wegfall der Badehose kam der wirtschaftliche Durchbruch. Als ein schlauer Investor aus dem Westen erkannte, dass man im Osten am liebsten nackt baden geht, klingelten die Kassen seiner Freizeitbäder. Nachdem schon das FKK-Bad in Bad Klosterlausnitz hervorragende Besucherzahlen schrieb, eröffnet der Unternehmer jetzt im Berliner Vorort Ludwigsfelde die zweite Nackt-Oase. Rund 19 Millionen Euro hat der Betreiber der "Kristall-Bäder-Gruppe" in die textilfreie Anlage investiert. Ausgedehnte Saunalandschaften, Dampfbäder und insgesamt drei Thermalbecken mit kuscheligen 34 Grad Wassertemperatur - ein Paradies für jeden Freikörper-Fan. Mit dem Neubau ist Brandenburgs Weg zur größten deutschen Freizeitbäderlandschaft nicht mehr aufzuhalten. Insgesamt verfügt das Bundesland nämlich schon jetzt über 20 Thermal- und Erlebnisbäder. Manka Heise und Dirk Schulze mit den nackten Tatsachen.
Der karibische Blick auf die Dinge - Ein Kamerateam aus Tobago erkundet das WM-Quartier seiner Mannschaft
Es ist ein weiter Weg von Tobago nach Rotenburg an der Wümme. Sie haben ihn trotzdem nicht gescheut. Eine vierköpfige TV-Crew aus der Karibik reiste diese Woche eigens an, um ihren Zuschauern den Ort vorzustellen, an dem ihre Mannschaft das WM-Trainingslager aufschlagen wird. Tobago hat sich erstmals und als kleinstes Land überhaupt für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Deshalb interessieren sich die Macher des karibischen Senders nun sowohl für die Betten, in denen ihre Jungs schlafen wie für die Teller, von denen sie essen werden. Fünf Tage haben sie Zeit, um das fremde deutsche Gastgeberland zu erkunden und machen dabei allerlei merkwürdige Entdeckungen: das hiesige Bier finden sie ausgesprochen stark, deutsche Schlagermusik entschieden zu langsam und die Tatsache, dass man Swimmingpools in einem so kalten Land auch draußen baut, äußerst merkwürdig. Die Programmpunkte der karibischen WM-Vorhut: eine Tour auf dem Wochenmarkt von Rotenburg an der Wümme, ein Gang über das Trainingsgelände und ein Besuch des Mannschaftshotels "Wachtelhof" - ein 5-Sterne-Landhaus in norddeutscher Romantik-Architektur. Abschließendes Fazit der Deutschland-Besucher, die mit einem einstündigen Special über ihren Besuch zurückreisen: "It is very quiet here" - ziemlich ruhig in Deutschland für karibische Verhältnisse. Birte Meier hat die Inselbewohner bei ihrer Stippvisite begleitet.