Die Videobotschaft des Terrorfürsten Sarkawis neuester Film
Die Videobotschaft des Terrorfürsten - Sarkawis neuester Film
Er ist der gefährlichste Al-Qaida-Kampfkommandant, den es zurzeit gibt. Ein effektiver Feldkommandant und brutaler Kämpfer, der im Irak aus dem Nichts ein Furcht einflößendes Netzwerk geschaffen hat. Er wird seit Jahren von den Amerikanern gejagt - und meldete sich in dieser Woche mit einem erstaunlichen Video zu Wort. Abu Mussab al-Sarkawi droht den Amerikanerin in dieser Botschaft mit neuen Anschlägen und wirft ihnen vor, ihrem Volk nicht die Wahrheit über den Irak zu sagen. Der Qaida-Statthalter im Irak ist nur etwas dicker und bärtiger als auf seinen Fahndungsphotos.
SPIEGEL TV hat die neueste Videobotschaft des gebürtigen Jordaniers analysieren lassen.
Globalisiert und weitgehend geschmacksfrei - die industrielle Lebensmittelproduktion
Der in dieser Woche in den deutschen Kinos angelaufene, österreichische Dokumentarfilm "We feed the world" widmet dem Thema ganze 90 Minuten. In Österreich läuft er seit Wochen mit großem Erfolg. Der Film des Regisseurs Erwing Wagenhofer beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, ob es eigentlich normal ist, was im Jahre 2006 alles mit Lebensmitteln gemacht wird. Ist es normal, dass in der Stadt Wien täglich tonnenweise Brot vernichtet wird? Dass Tomaten oft ihr Leben lang keine Erde mehr unter ihren Wurzeln spüren? Dass ein Land wie Rumänien nun Hybrid-Saatgut-Auberginen anpflanzt? Dass hochsubventioniertes Gemüse aus Europa letztendlich zu Schleuderpreisen auf einem Markt in Dakar landet? Dass Nestlé-Chef Peter Brabeck vorschlägt, Wasser zu einem Verkaufsartikel zu machen? Es ist es wohl nicht - und trotzdem ist die Industrialisierung von landwirtschaftlicher Produktion unaufhaltbar mit all' ihren unangenehmen Folgen. Es sei denn, es gäbe einen Konsumentenstreik. Aber der ist nicht in Sicht. Und so werden weiter tonnenweise Tomaten, die nur noch nach Wasser schmecken, in spanischen Treibhauslandschaften gezüchtet und Fische, die man niemals essen sollte, verkauft. Im Übrigen wird gern viel weggeschmissen.
Im Biowerk Hamburg, dem modernsten seiner Art in Deutschland, wird aus den Abfällen der Wohlstandsgesellschaft zumindest noch neue Energie gewonnen. Dort werden Lebensmittelabfälle seit Montag dieser Woche verfeuert. Die gewonnen Energie beheizt unter anderem die Hamburger Color-Line-Arena. In Gießen durchsuchen jede Nacht junge Leute Lebensmittelcontainer vor Supermärkten nach Essbarem. Sie finden regelmäßig so viel, dass sie davon eine ganze Woche lang leben können. "Containern" heißt der Fachausdruck für diese Art der Lebensmittelversorgung. Er hat inzwischen sogar im Lexikondienst "Wikipedia" Eingang gefunden.
Ralph Quinke hat sich die globalisierte Lebensmittelindustrie näher angesehen.