Fluchtpunkt Kanada US-Deserteure verlassen ihr Vaterland
Bush meets Stralsund - Vorbereitungen auf einen ungebetenen Staatsgast
Wildschwein mit Preiselbeeren soll es geben, wenn der US-Präsident am 13. Juli nach Stralsund kommt. Schon jetzt befindet sich ein erfahrener Jäger auf der Pirsch, um das Borstentier rechtzeitig zum Mittagessen zu servieren. Auch sonst steckt Mecklenburg-Vorpommern mitten in den Vorbereitungen für einen Staatsbesuch, auf den sich - abgesehen von Angela Merkel - wohl kaum jemand freut. 20 Millionen Euro, so schätzt die Gewerkschaft der Polizei, werden allein die Sicherheitsmaßnahmen kosten. 12.000 Tausend Polizisten sind im Einsatz, 800 Gullydeckel müssen versiegelt werden und die Zufahrtstraßen in die Altstadt sollen auch gesperrt werden. Alles, weil Angie ihrem neuen Freund George ihre Heimat zeigen will. Welcome Mr. President - ein Vorabbericht von Hannes Ravic.
Maja verzweifelt gesucht - Bienenklau in Sittensen
Sie kommen mitten in der Nacht und rauben ganze Bienenvölker. Allein in Niedersachsen ist es in der jüngsten Vergangenheit zu zehn Fällen von Bienendiebstahl gekommen. In Imkerkreisen geht man davon aus, dass die gestohlenen Insekten ins Ausland geschafft werden und dort als Honigarbeiterinnen ausgebeutet werden. Mittlerweile wird sogar von einer professionellen Bienenmafia gemunkelt. Imker Alfred Assmann hat es besonders hart getroffen. Eine Million Bienen wurden ihm geklaut. Von den Tätern fehlt jede Spur. Am Tatort konnte lediglich eine handelsübliche Sprühflasche sichergestellt werden. Damit hatten die skrupellosen Verbrecher den Bienen Regen vorgegaukelt und sie so in ihren Bienenstock gelockt. Kerstin Mommsen und Alexandra Ringling sind dem Fall nachgegangen.
Der Steinzeitmann vom Schnidejoch - Sensationsfund in den Alpen
Begonnen hat alles im Herbst 2003 mit einer Hüttenwanderung des Ehepaares Leuenberger. Die Alpinisten aus dem schweizerischen Thun hatten sich vorgenommen, das Schnidejoch in 2756 Metern Höhe zu erklimmen. An einer Stelle, an der das Eis erst vor kurzem abgeschmolzen war, entdeckte Ursula Leuenberger einen rätselhaften Gegenstand. Gegen den Rat ihres Mannes schnallte die Finderin das Objekt auf ihren Rucksack und brachte es zum Archäologischen Dienst in Bern. Die Sensationsmeldung kam kurze Zeit später: bei dem gefundenen Gegenstand handelt es sich um einen Köcher aus Birkenrinde und Lederriemen - geschätztes Alter: fast 5000 Jahre. Fund und Fundort wurden aus Angst vor Schatzgräbern zunächst geheim gehalten. Stattdessen machten sich die Wissenschaftler selbst auf die Suche und entdeckten rund 300 weitere Gegenstände aus der Steinzeit. Kay Siering berichtet.
Irak-Krieg Nein Danke! - US-Deserteure auf der Flucht
255.000 US-Soldaten haben seit Kriegsbeginn im Irak gekämpft. 5500 davon begingen Fahnenflucht, weil sie den Sinn ihrer Mission nicht mehr verstanden. Für sie war der Feldzug ihres obersten Dienstherren George W. Bush einfach nicht mehr nachvollziehbar. Zu schwach die Gründe für die Invasion, zu hoch die Zahl der zivilen Todesopfer. Viele der Deserteure sind auf ihrer Flucht vor dem Krieg in Kanada gelandet. Unter ihnen auch der Obergefreite Joshua Key. Der Vater von vier Kindern hat sieben Monate lang an vorderster Front gekämpft. Irgendwann konnte er nicht mehr und kehrte der Armee den Rücken. Was folgte war eine monatelange Odyssee durch Amerika. Erst vor kurzem endete seine Flucht hinter der kanadischen Grenze. Ob Key und die anderen Deserteure dort bleiben können, müssen die Gerichte entscheiden. In ihrer Heimat drohen ihnen mindestens fünf Jahre Gefängnis oder sogar die Todesstrafe. Kerstin Mommsen hat die kriegsmüden Soldaten besucht.