Bye-bye Beirut: Israel im Krieg - DER SPIEGEL
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Bye-bye Beirut Israel im Krieg

Weitere Themen der Sendung: Der Berg grollt – warum der Eiger bröckelt; Doppelmord ohne Leichen - wo sind Karen und Clara Gaucke?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bye-bye Beirut - Israel im Krieg

Am Freitag ist Naharija im Norden Israels zu einer Geisterstadt geworden. Viele Menschen haben eilig ein paar Sachen gepackt und sind zu Verwandten oder Freunden in den Süden des Landes gefahren. Andere haben sich in Bunkern eingerichtet und auf eine lange Zeit unter der Erde eingestellt. Sogar das Krankenhaus in Naharija hat einen Großteil seiner Patienten in Bunker verlagert. Zur Hauptsaison sind jetzt sämtliche Hotels in Naharija geschlossen, auch viele Ladenbesitzer haben ihre Geschäfte am Freitag erst gar nicht geöffnet. Dessen ungeachtet rief die Armee Ladenbesitzer auf, ihre Geschäfte offen zu halten, damit sich die Menschen im Norden für den Schabbat mit Lebensmitteln versorgen könnten. Sämtliche Sommerveranstaltungen im Norden für Kinder, die gerade ihre Sommerferien begonnen haben, wurden abgesagt. Die Touristenattraktion Rosch Hanikra, wo man mit Gondeln in eine Grotte fahren kann und wo fürs Wochenende tausende Besucher erwartet wurden, ist geschlossen. Regionale Flughäfen und Züge nach Naharija stellten ihren Betrieb ein. Psychologen sind im Dauereinsatz. Vielen Kindern flößt der Lärm detonierender Raketen Angst ein. Ein Bericht von Detlev Konnerth.

Der Berg grollt – warum der Eiger bröckelt

Es ist ein atemberaubendes Naturschauspiel. Seit zehn Tagen ist der Fels an der Ostflanke des Eiger in Bewegung. Immer wieder stürzen Steinmassen in die Tiefe, riesige Staublawinen steigen empor und ein Ende des Bergsturzes ist bisher nicht in Sicht.

Inzwischen ist der Fuß des Berges weiträumig abgesperrt, Menschen sollen nicht durch herabstürzenden Steinen verletzt werde. Und trotzdem droht Gefahr, denn die Felsbrocken fallen auf einen Gletscher unterhalb der Abbruchstelle. Ein riesiger Pfropfen aus Eis und Stein könnte das Schmelzwasser des Gletschers stauen. Im schlimmsten Fall würde dieses Wasser auf einen Schlag auslaufen. Die Folgen wären Katastrophal: eine Flutwelle würde sich ins Tal wälzen.

Touristen und Wissenschaftler sind trotz der möglichen Risiken gleichermaßen fasziniert. Denn am Eiger kann beobachtet werden, auf welche Gefahren sich der Mensch in Zukunft in den Alpen einstellen muss. SPIEGEL-TV-Reporterin Kerstin Mommsen berichtet.

Doppelmord ohne Leichen - wo sind Karen und Clara Gaucke?

Am Abend des 15.Juni verschwinden in Hannover die 37-Jährige Karen Gaucke und ihr Baby, die sieben Monate alte Clara. Drei Tage später melden die Eltern der Verschwundenen ihre Tochter bei der Polizei als vermisst. Erst bei der zweiten Durchsuchung der Wohnung findet die Polizei Spuren: An der Küchentür kleben rote Spritzer. Unter dem Herd und einem Schrank wird eine Blutlache gefunden, die DNA-Spur stammt von Karen Gaucke. Seither glauben die Ermittler, dass Mutter und Kind ermordet wurden.

Zwei Tage später wird ein Verdächtiger festgenommen. Es ist der Vater der kleinen Clara. Doch Michael P. schweigt. Und die Opfer sind bis Heute verschwunden, alle Suchbemühungen blieben erfolglos. Jetzt wollen die Fahnder in mühsamer Ermittlungsarbeit Michael P. die Tat nachzuweisen, zur Not auch ohne die beiden Leichen gefunden zu haben.

SPIEGEL-TV-Reporter Felix Kasten rekonstruiert die Bluttat und berichtet über den Versuch der Polizei die Indizienkette zu schließen.