Bomben gegen Passagiermaschinen: Hintergründe zu den Londoner Verdächtigen - DER SPIEGEL
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Bomben gegen Passagiermaschinen Hintergründe zu den Londoner Verdächtigen

Weitere Themen der Sendung: Mord an der Autobahn - Serientäter trotz Maut-Daten nicht gefasst; Beirut - Eine Stadt im Krieg; Glimmstängel unter sich - Die Raucherecken der Republik
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Terrorschock in London - die Spur führt nach Pakistan

Ihr Angriff galt dem globalen Flugverkehr der westlichen Welt. Ein ziemlich massenmörderischer Plan, der verhindert wurde, weil die Vorbereitungen aufflogen - nicht weil das Flughafenpersonal im Handgepäck den flüssigen Sprengstoff entdeckte hätte. Nach Angaben von Experten wäre das auch absolut unmöglich gewesen.

Nur eine von vielen beunruhigenden Aussagen dieser Tage. Bereits kurz nach der Vereitelung des Terrorrangriffs ist ebenfalls klar, das auch diesmal die Spuren nach Pakistan führen. Als Kopf der Bande gilt ein gewisser Matiur Rehmann, ein Pakistaner, der zuletzt im Norden Karatschis gesichtet wurde und seitdem spurlos verschwunden ist. Auch die Festgenommenen sind überwiegend pakistanischer Abstammung. Zwei von ihnen sind die Brüder Amjad und Assad Sarwar. Beide arbeiteten in der unauffälligen Kleinstadt High Wycombe als Verkäufer in der Autofirma "AKZ Trading Limited". Phil Redfern, ein Nachbar und ehemaliger Schulkamerad, berichtet, dass beide strenggläubig waren, aber keine der fünf Moscheen der Gegend aufsuchten. Statt dessen sah man sie häufig beim Besuch eines Gebetsraumes, den offenbar nur Eingeweihte kannten - im Hinterhof eines Buchladens in High Wycombe. Oliver Richardt und Kerstin Mommsen haben sich dort umgesehen.


Suche nach Serienkiller - Mautdaten sollen bei der Fahndung helfen

Dreimal schlug der Serientäter seit Herbst 2003 mindestens zu. Dreimal überfiel der Mann, von dem die Polizei glaubt, dass es ein Lkw-Fahrer ist, junge Frauen, vergewaltigte sie und tötete zwei von ihnen. Das jüngste Opfer: Die 18-jährige Anna S. aus Kassel. Anfang Juli war sie nachts auf dem Heimweg, als sie auf ihren Mörder traf. Annas Leiche wurde später auf einem Autobahnrastplatz entdeckt. Der Täter läuft noch immer frei herum. Die Polizei glaubt, ihn fassen zu können, wenn sie Zugriff auf die Daten des Mautüberwachungssystems hätte. Denn wenn es sich beim dem Killer tatsächlich um einen Fernfahrer handelt, so müsste er von den elektronischen Augen der Maut-Kamerabrücken erfasst worden sein. Das Problem ist nur: Das Gesetz erlaubt die Nutzung der Mautinfos nur zur Eintreibung der Autobahngebühr. Die Fahnder gehen leer aus. Die SPIEGEL-TV-Reporter Lutz Ackermann, Sanja Hardinghaus und Hannes Ravic berichten.


Resolution beschlossen, Offensive ausgeweitet - Reportage aus einem Land im Krieg

In der Nacht zu Samstag war es endlich soweit. Der Uno-Sicherheitsrat einigte sich auf eine Resolution zum Krieg im Libanon. Das höchste Uno-Gremium fordert darin ein sofortiges Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah. Ganze vier Wochen brauchten die Diplomaten der Vereinten Nationen, um sich auf eine gemeinsame Resolution zu einigen.

Ob das Dokument tatsächlich für eine Waffenruhe im Libanon sorgen wird, ist dagegen unklar. Ungeachtet der diplomatischen Fortschritte setzte Israel seine Angriffe fort, weitet die Bodenoffensive aus. Das Ziel: Die Hisbollah vor dem Beginn einer Waffenruhe so stark wie möglich zu schwächen. Allein in der Nacht zu Samstag flog die israelische Luftwaffe 80 Angriffe. Nach offiziellen Angaben kamen während der vierwöchigen Kämpfe bereits mehr als 1100 Menschen ums Leben. SPIEGEL-TV-Reporter Detlev Konnerth berichtet aus dem Libanon.


Glimmstängel unter sich - Streifzug durch die Raucherecken dieser Republik

Allmählich wird es eng für deutsche Raucher. Ginge es nach der Politik, werden die Freunde des Nikotins ihre Zukunft nur noch in dunklen Raucherecken verbringen. Am gesellschaftlichen Leben sollen sie jedenfalls nicht mehr teilhaben. In einer ersten Zielvorgabe einigten sich Politik und Gastronomie auf eine Regelung, die zwar noch etwas halbherzig klingt, aber dennoch eine eindeutige Richtung erkennen lässt. Demnach sollen mindestens 60 Prozent aller Gaststätten mit mehr als 40 Sitzplätzen bis März nächsten Jahres mindestens 40 Prozent ihrer Plätze für Nichtraucher reservieren.

Den Rauchern bleibt damit nur die Flucht nach draußen. Schon jetzt sind viele gezwungen, ihrer Sucht in abseitigen Raucherzimmern oder zugigen Balkonen nachzugehen. Die verdrängte Minderheit mutmaßt bereits, dass unter diesen Vorraussetzungen in Zukunft wohl mehr Raucher an Lungenentzündung erkranken werden, als an Lungenkrebs. SPIEGEL TV hat die schlimmsten Raucherecken und ihre Bewohner besucht.