Terror in Deutschland: Hintergründe zum Kieler Kofferbomber - DER SPIEGEL
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Terror in Deutschland Hintergründe zum Kieler Kofferbomber

Weitere Themen der Sendung: Luxus-Auto-Klau - Wie Banden deutsche PKW in den Osten verschieben; Castros letzter Kampf - Exil-Kubaner bereiten sich auf eine Inselübernahme vor
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Terror in Deutschland - Hintergründe zum Kieler Kofferbomber

Der Tag, an dem der Terror nach Deutschland kommen sollte, ist der 31. Juli 2006. In zwei Koffern sind die Zünder auf 14:30 Uhr eingestellt. Die beiden Sprengsätze sollen Feuerbälle durch Regionalbahnen jagen. Zwei junge Männer betreten um die Mittagszeit einen Bahnsteig in Köln und steigen in zwei Züge. Kurz nach der Abfahrt steigen beide wieder aus. Der Sprengsatz zündet minutengenau - doch die Bomben explodieren nicht. Nur ein kleiner technischer Fehler verhinderte die Bluttat.

Ermittler sind inzwischen sicher: Es hätte wohl Tote und Verletzte gegeben, vielleicht wären die Züge entgleist. Am Samstag dann der erste Zugriff: In Kiel wird ein libanesischer Student festgenommen. Und jetzt wird deutlich, was die Sicherheitsbehörden immer befürchtet haben: Immer mehr junge Muslime sind bereit, für ihre Überzeugung zu töten.

Doch was denken junge Muslime in Deutschland, woher kommt der Hass auf unsere westliche Gesellschaft? SPIEGEL-TV-Reporter Andreas Dieste, Felix Kasten und Hendrik Vöhringer über die Hintergründe des versuchten Terroranschlages und den Kofferbomber aus Kiel.


Luxus-Auto-Klau - Wie Banden deutsche PKW in den Osten verschieben

Gestohlen, zerlegt und verkauft. Der neuste Trend im illegalen Autohandel scheint der Teilehandel zu sein. Ledersitze, Kotflügel, Türen, Scheinwerfer - verkaufen lässt sich alles, was die Karosse hergibt. Die geklauten Fahrzeuge werden in entlegene Hallen in ganz Deutschland gebracht und in kürzester Zeit in ihre Einzelteile zerlegt. Als Schrott deklariert geht es dann über die Grenze in Richtung Osteuropa. Ein lukratives Geschäft. Um an die Autos zu kommen, ist den Dieben scheinbar jedes Mittel recht. Mit immer ausgefeilterer Technik werden die Wagen aufgebrochen. Wegfahrsperren und Alarmanlagen schrecken die Diebe nicht mehr ab. Und wenn gar nichts mehr geht, wird ein nagelneuer BMW auch schon mal samt Insassen geklaut.

Lutz Ackermann, Adrian-Basil Mueller und Udo Müller haben sich auf polnischen Automärkten und deutschen Zerlegehallen umgesehen.


Castros letzter Kampf – Exilkubaner bereiten sich auf eine Inselübernahme vor

Rund zweieinhalb Wochen ist es her, dass Fidel Castro sich in einem gepanzerten Operationssaal in Havanna operieren lassen musste. Dass überhaupt darüber berichtet wurde, gilt als Sensation: Bisher war der Gesundheitszustand Castros in den kubanischen Medien Tabu. Beobachter werten die vermeintliche neue Offenheit daher als Beweis für eine folgenschwere Erkrankung Fidels. Das Regime steuert gegen und zeigt Bilder aus dem Krankenhaus: Scherzend empfängt der Diktator seinen engsten Verbündeten, Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez. Im US-Bundesstaat Florida feiern derweil 800.000 Exilkubaner schon das Ende der Castro-Ära. Für die Ideologen der Revolution gelten sie als Mafiosi und Vaterlandsverräter. Sie selbst sehen sich als die wahren kubanischen Patrioten. Jetzt wittern sie ihre Chance auf Rückkehr in die Heimat. Notfalls mit Gewalt. Jochen Beckmann und Dirk Schulze haben sich auf beiden Seiten der Meerenge umgesehen.