Leben in der Matrix: Der Amokläufer von Emsdetten - DER SPIEGEL
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Leben in der Matrix Der Amokläufer von Emsdetten

Weitere Themen der Sendung: Wer arbeitet ist der Dumme - Malochen unter Hartz 4 Niveau; Rückkehr ins Mittelalter - Rumänien auf dem Weg in die EU; Der Spion aus der Kälte - Aufstieg und Fall des Micha Wolf
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Leben in der Matrix - Der Amokläufer von Emsdetten

Es muss ein Leben voller Hass gewesen sein, dass Bastian B. bis zu seinem spektakulären Selbstmord führte. Auf einer Todesliste hat er mehrere Namen von Lehrern und Schülern notiert und in einem Abschiedsvideo rechnet er mit denen ab, die ihn zum Außenseiter gemacht haben. Der Fan von Ego-Shooter-Spielen wie "Counterstrike" hinterlässt der Nachwelt einen Einblick in seine verstörte Seele. Alles via Internet, echte Beziehungen hatte der 18-jährige nicht. Aufgewachsen im virtuellen Raum.

Hannes Ravic und Dirk Schulze über die Vorgeschichte des Amokläufers von Emsdetten.


Wer arbeitet ist der Dumme - Malochen unter Hartz 4 Niveau

Herr Zetzsche geht jeden Tag zur Arbeit. Er ist Sicherheitsmann in Leipzig. Im Monat verdient er damit 750 Euro. Würde Herr Zetzsche nicht arbeiten und stattdessen Arbeitslosengeld 2 beziehen, bekäme er 580 Euro. Statt sich krumm zu machen, könnte der 56-jährige sich dann eine schöne Zeit machen. Fernsehen gucken, spazieren gehen, Sport treiben. So wie das Ehepaar Haufe. Die kommen im Monat auf 980 Euro. Durch ALG 2 und Wohngeld. Für das gleiche Geld arbeiten gehen, würden sie nicht. Das mache einfach keinen Sinn.

Sanja Hardinghaus über die absurden Folgen staatlicher Rundumversorgung.


Rückkehr ins Mittelalter - Rumänien auf dem Weg in die EU

Am ersten Januar wird Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Dann sollen im Land der Karpaten die gleichen Normen und Richtlinien herrschen, wie bei uns. Angesichts der dort herrschenden Realität eine ziemlich abenteuerliche Wunschvorstellung. Viele Landstriche haben mit der westlichen Welt zurzeit so wenig gemeinsam, wie ein Eselskarren mit einem deutschen Mittelklassewagen.

Detlev Konnerth hat das Land auf seine EU-Tauglichkeit getestet.


Der Spion aus der Kälte - Aufstieg und Fall des Micha Wolf

Er war der Mann ohne Gesicht und schon zu Lebzeiten eine Legende. Am Samstagmorgen wurde der ehemalige Spionagechef der DDR in Berlin zu Grabe getragen. In seiner Rolle als oberster Auslandsaufklärer war Wolf einer der Stellvertreter des SED-Hardliners Erich Mielke und in dessen finstere Machenschaften sicherlich eingeweiht. Vor Gericht kam er trotzdem mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon.

Thomas Heise über einen Mann und seine vielen Gesichter.