Stoibers Fall Chaostage in München
Stoibers Fall - Chaostage in München
Die bayrische Landeshauptstadt am Freitagabend. Neujahrsempfang in der Münchner Residenz. 1500 Gäste sind geladen. Um 19.38 Uhr fährt die Fürther Landrätin Pauli vor. Auf dem dunkelgrünen Trachtenkleid den Bundesverdienstorden. "Nein, ich bin überhaupt nicht nervös", sagt sie lächelnd, "das hier ist doch Routine!"
Dabei weiß die "schöne Landrätin" ("Bild") ganz genau, dass Stoibers nahes Ende von ihr eingeläutet wurde. SPIEGEL TV über Aufstieg und Fall des Strauss-Erben, der noch vor ein paar Tagen bis 2013 im Amt bleiben wollte und mittlerweile um sein politisches Überleben kämpft.
Abgezockt - Verbraucher im Kampf gegen das Gaskartell
Die Spitze des Widerstandes trifft sich jeden Freitag im niedersächsischen Lilienthal in der örtlichen Gaststätte. Aktuell soll eine Klage gegen die Stadtwerke wegen der hohen Gaspreise vorbereitet werden. So zahlt ein Vier-Personen-Haushalt in Lilienthal rund 200 Euro mehr als in der Nachbargemeinde Achim. Warum das so ist, weiß keiner so genau. Der Fall in Niedersachsen ist kein Einzelfall. Quer durch die Republik klagen Verbraucher gegen die Gaskartelle. Vom Kampf gegen die Multis und den haarsträubensten Beispielen berichten Sonka Terfer und Hannes Ravic.
Selten so gelacht - Wie komisch ist der Führer
Der Mann hatte schon Spitzenauftritte: genial in Chaplins "Der große Diktator", ergraut in Splitting Image gemeinsam mit Maggie Thatcher und als großes Arschloch in der Badewanne sitzend vom Endsieg träumend. Lachen über Adolf Hitler ist nicht ganz neu, aber immer für einen mittelgroßen Krieg im Feuilleton gut. Da will auch Spiegel TV nicht abseits stehen und zeigt die schönsten Führer-Parodien der Film- und Fernsehgeschichte.
Die vergessenen Irren von Borsa
Geisteskranke werden in Rumänien oft wie Fremdkörper behandelt, niemand will sich mit ihnen abgeben. Im Volksmund heißen sie "Varsa" - Kraut. Selbst Fachärzte glauben hier nicht, dass eine deformierte Seele gesunden kann. Einmal verrückt, immer verrückt.
Schloss Borsa liegt im idyllischsten Teil von Siebenbürgen, 260 Kilometer nordwestlich von Bukarest. Bis kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs war es der Sommersitz der Familie von Bánffy. Als die Kommunisten sie rauswarfen, stieß die Baronin Bánffy einen Fluch gegen das enteignete Haus aus: Es solle eine Irrenanstalt werden. Die Wirklichkeit hat den Fluch übertroffen. Schloss Borsa wurde eines der monströsesten Irrenhäuser von Rumänien.
Feuer frei - Fuchsjagd auf Kölner Friedhöfen
Köln hat viele Probleme: den 1. FC (Daum und 2. Liga), die SPD (Vetternwirtschaft) und auch der Karneval (zu prollig) treibt einem die Tränen vor Entsetzen in die Augen. Doch seit kurzem droht der Stadt am Rhein weiteres Ungemach: Unzählige Füchse treiben auf den städtischen Friedhöfen ihr Unwesen. Eigentlich sollte Meister Reinecke die seit längerem grassierende Kaninchen-Plage eindämmen. Die extra ausgesetzten Jäger hatten jedoch schlicht keine Lust, fraßen lieber herumstehendes Katzenfutter und vermehrten sich prächtig. Waidmänner machten sich an diesem Wochenende auf, um Füchsen und Kaninchen den Garaus zu machen.