Echtes Geld für virtuelle Jobs: Das zweite Leben im Internet - DER SPIEGEL
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Echtes Geld für virtuelle Jobs Das zweite Leben im Internet

Weitere Themen der Sendung: Ein Arzt für 4500 Patienten - Medizinermangel in der Provinz; Rammeln für Nordkorea - Deutsche Riesenhasen als Exportschlager; Hartz-IV-Klage-Flut - eine Reform und ihre richterlichen Folgen; Verfolgungsjagd mit 18 Streifenwagen - Crash-Kid Dennis wieder in Haft
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Echtes Geld für virtuelle Jobs - das zweite Leben im Internet

Wenn DJ Tom Bender Musik auflegt, dann tobt der Bär. 8000 "Linden-Dollar" bekommt er pro Schicht - umgerechnet sind das etwa 32 Euro. Dass Tom Bender eine computeranimierte Gestalt ist, stört seine Kunden nicht, Schließlich sind die Gäste auch alle virtuell und der Schuppen, in dem sie tanzen, auch. Im wirklichen Leben heißt "Tom Bender" Tom Smutny und hat früher auch schon Platten aufgelegt. Damals noch für echte Menschen, in echten Clubs. Tom Smutny ist damit einer von vielen Deutschen, die ein Doppelleben führen - eins in der Realität und eins in der virtuellen Welt von Computerspielen wie "Second life".


Ein Arzt für 4500 Patienten - Medizinermangel in der Provinz

Ludwig Sander hat schon viel miterlebt. Seit dreißig Jahren arbeitet er in Mecklenburg-Vorpommern als Allgemeinmediziner. Er hat die Patienten der ehemaligen DDR versorgt und jetzt die Opfer der bundesdeutschen Gesundheitsreform. Doch so schlimm wie jetzt war es in seinen Augen noch nie. Überalterung, Arbeitslosigkeit und Alkohol machen der Region schwer zu schaffen. Die Folgen bekommt Ludwig Sander täglich in der Praxis und bei seinen zahllosen Hausbesuchen zu spüren.


Rammeln für Nordkorea - deutsche Riesenhasen als Exportschlager

Seit 42 Jahren züchtet Karl Szmolinsky in Eberswalde den "Deutschen Riesen Grau", doch wirtschaftlich erfolgreich ist er erst, seitdem sich Nordkoreas Diktator Kim Jong für den Riesen-Rammler interessiert. In dem von Hungersnöten geplagten kommunistischen Reich sollen die kräftigen Keulen die Teller des knapp gehaltenen Volkes füllen. 80 Euro haben die fernen Geschäftspartner dem Züchter für einen der etwa zehn Kilo schweren Hasen bezahlt. Eine Summe, die sich angesichts der Paarungsfreudigkeit des Exportproduktes schnell bezahlt machen könnte.


Verfolgungsjagd mit 18 Streifenwagen - Crash-Kid Dennis wieder in Haft

Mit 13 Jahren fuhr Dennis einen Freund in den Tod. Damals verlor er die Kontrolle über einen geklauten Opel, seitdem nennt ihn die Öffentlichkeit nur noch "Crash-Kid Dennis". 15 Jahre sind seitdem vergangen, doch an der Lebensweise von Dennis hat sich nichts geändert. Er klaut Autos, fährt sie zu Schrott, landet im Gefängnis, kommt frei und fängt wieder von vorne an. Ein Kreislauf, der sich schon zigmal wiederholt hat. Im Fall Dennis sind sämtliche Erziehungsmaßnahmen gescheitert. Egal ob Kuschel-Pädagogik durch Erlebnisreisen oder Knastaufenthalte in Polen - der heute 28-jährige wurde immer wieder rückfällig. So wie in der Nacht zum vergangenen Dienstag.