Exklusiv Das unauffällige Leben der Killer von Sittensen
Das unauffällige Leben der Killer von Sittensen - Neue Hintergründe zum Siebenfach-Mord im China-Restaurant
Die Täter der Mordnacht von Sittensen sind nach Angaben der Polizei gefasst. Zwei Vietnamesen, 33 und 31 Jahre alt. Unklar ist noch immer das Motiv. Die Sprecher der 80-köpfigen Sonderkommission schließen gar nichts aus. Es werde wie immer - in alle Richtungen ermittelt. Passieren Morde wie die in Sittensen, prallen die Ermittler auf eine Mauer des Schweigens. Grund: viele Mitglieder der asiatischen Community leben zwar seit Jahren in Deutschland, doch sind sie nicht Teil der Gesellschaft. Peter Hell hat versucht, mit Angehörigen der Täter ins Gespräch zu kommen und herausgefunden, dass die Spur wohl ins Zockermilieu führt. Bericht aus einem abgeschotteten Paralleluniversum.
Schöner Wohnen verboten Hartz-IV-Irrsinn in Löbau
Unsanierte Platte in Löbau-Ost. Die Strassen sind nach Haydn und Mozart benannt. Mittendrin Frau Wendler von der Wohnungsbaugesellschaft. Ein resolute Frau mit Überblick. Da habe ich zwei Wohnungen, da rechts noch eine und weiter links sind es drei Wohnungen. Was sie beschreibt, sind Wohnungen von Hartz-IV-Empfängern, die auf sonderbare Art und Weise verkleinert wurden. So lebt Familie Ritter in einer Drei-Raumwohnung, benutzt aber nur zwei Zimmer. Freiwillig sogar. Herr Volokov hat immerhin zwei Zimmer gemietet, wohnt aber in einer Vier-Raumwohnung. Adrian-Basil Mueller hat sich in Löbau umgesehen und das Rätsel um die leeren Zimmer gelöst.
Alles nur geklaut chinesische Plagiate
Seit Freitag ist die Frankfurter Messe Ambiente Nabel der Konsumwelt. Rund 100 verschiedene Nationalitäten garantieren Vielfalt nicht nur im offiziellen Angebot. Stammgäste auf der Messe sind auch die Ermittler von Polizei und Zoll. Im Visier der Fahnder: Plagiate aus aller Herren Länder. Da werden Messer aus Solingen ebenso frech gefälscht, wie Kannen von Alfi. SPIEGEL-TV-Reporter waren auch dabei, als Polizisten eine scheinbar bizarre Anzeige aufnehmen mussten: ein Mann behauptete, Kuh-Porträts entdeckt zu haben, auf die er die Rechte besäße. Wer wen wie beklaut - ein Film über Wirtschaftsspionage in Zeiten der Globalisierung.
Bruder Höhlenmensch eine Stadt sucht ihre Vorfahren
Susanne Hummel, Anthropologin an der Universität Göttingen hütet einen Schatz: bei Minus 20 Grad werden in einem Raum der Uni ganz besondere Knochen gelagert. Es sind die Reste eines 3000 Jahre alten Familienverbandes mit sehr gut erhaltenen DNA-Spuren. An Hand der Erbinformationen will Hummel jetzt in einem weltweit einzigartiges Forschungsprojekt herausfinden, ob noch Nachfahren der bronzezeitlichen Familie leben. Sonka Terfehr hat die engagierte Wissenschaftlerin besucht.