Der Rhein-Fall: Container-Chaos im verstopften Fluss - DER SPIEGEL
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Der Rhein-Fall Container-Chaos im verstopften Fluss

Weitere Themen der Sendung: Landstuhl - Das amerikanische Kriegslazarett auf deutschem Boden; Das Tränenwunder - Die weinende Madonna von Heroldsbach
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Der Rhein-Fall - Container-Chaos im verstopften Fluss

Fünf Tage ging auf Deutschlands berühmtester Wasserstraße nichts mehr. Über 500 Schiffe saßen fest, weil einem fahruntüchtigen Kapitän kurzerhand die Container-Ladung von Bord gepurzelt war. Auf anderen vielbefahrenen Strecken, wie zum Beispiel der Autobahn, passiert so etwas täglich. Doch dort ist es leichter, die heruntergefallene Fracht wieder einzusammeln. Im strömungsstarken Rhein wurde aus der Bergungsaktion eine logistische Meisterleistung. Trotzdem konnten nicht alle Container geborgen werden. Von vier Behältern fehlte am Samstag noch jede Spur. Freitagabend 20 Uhr gaben die Behörden die Wasserstraße schließlich wieder frei. Die Schiffe, die zum Teil in Dreier-Reihen in den umliegenden Häfen ausgeharrt hatten, erwarteten mit Spannung das Startsignal, um die verloren gegangene Zeit wieder einzuholen. Udo Müller über den Stau am Rhein.


Landstuhl - das amerikanisches Kriegslazarett auf deutschem Boden

Es ist das größte US-Militärhospital Europas und es liegt 3500 Kilometer von der irakischen Front entfernt. In Landstuhl landen all diejenigen Soldaten, die den Krieg nicht unbeschadet überstanden haben. Beinamputierte, Schussverletzte, Splitterbombenopfer - in der Notaufnahme des "Landstuhl Regional Medical Center" bekommt der Feldzug von George W. Bush ein bemitleidenswertes Gesicht. Sobald die eingelieferten Patienten auf ihrer Bahre über die Schwelle des Hospitals rollen, werden sie standesgemäß begrüßt. Vom hauseigenen Kaplan, der den Verwundeten erklärt: "You are safe now", "you are in Germany". 8000 Soldaten und Armeeangehörige sind seit Beginn des Irak-Krieges im März 2003 hier versorgt worden. Dirk Schulze hat den Alltag auf dem Landstuhler Kirchberg beobachtet.


Das Tränenwunder - die weinende Madonna von Heroldsbach

Es geschah am hellichten Tag. Im bayerischen Heroldsbach brach eine hölzerne Marienstatur in Tränen aus. Annegret Mewis und ihre Freundin Katharina Nitzschmann waren dabei und machten Fotos. "Es war der wichtigste Moment in meinem Leben", so Frau Mewis im Anschluß. Auch seien die Tränen sehr schmackhaft gewesen, "irgendwie salzig". Der herbeigerufene Pater fing die göttliche Flüssigkeit sogleich in einem Taschentuch auf. Das Corpus Delicti liegt jetzt in seiner Schreibtischschublade, eingewickelt in eine irdische Plastiktuüte. Der Bischof soll sich das verdächtige Feuchttuch demnächst genauer ansehen und endgültig klären, ob die Geschichte tatsächlich ein Wunder oder doch eher Wunschdenken ist. Tina Stahl berichtet.