Wundbehandlung mit Zitronensaft: Klinikskandal in Wegberg - DER SPIEGEL
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Wundbehandlung mit Zitronensaft Klinikskandal in Wegberg

Weitere Themen der Sendung: Wer hat Angst vor Massiv? - Rapperkrieg in Duisburg; Büsingen - Ein deutsches Dorf in der Schweiz; Goldkehle aus dem Handyladen - Paul Potts Traumkarriere; Die Frau ohne Gesicht – Jagd auf ein Phantom
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Spur des Todes - Der Klinikskandal von Wegberg

Als Lucia Westerhuis, 43, den Krankenwagen rief, wollte sie sich eigentlich nicht in der Wegberg behandeln lassen. Doch der Fahrer meinte, er dürfe sie nur in die St. Antonius Klinik bringen. Operiert wird die Frau von Chefarzt Arnold Pier. Bei dem Eingriff entdeckt Pier einen „Tumor im Unterbauch ... verwachsen mit der Gebärmutter“. Er schneidet die Galle, einen Teil der Gebärmutter und große Stücke vom Darm heraus. Pathologen werden später feststellen, dass es keine Spur von Krebs gibt. Vier Wochen später stirbt Lucia Westerhuis. Sie ist eine von über zwei Dutzend Toten, die sich in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach finden. Der Verdacht: Pier habe auf Kosten der Gesundheit seiner Patienten Kasse machen wollen. Hinterbliebene und ehemalige Kollegen berichten exklusiv bei SPIEGEL TV über die Geschehnisse an der Klinik.


Wer hat Angst vor Massiv? - Rapperkrieg in Duisburg

Er sagt von sich, er habe „die Stimme die den Schall bricht“, er sei „dieser eine Gaza-Rapper der sich nicht Opfern lässt. Meine Uzi rattert und radiert euch wie ne Seuchenplage.“ Er ist eben ein ganz harter. Er ist „Massiv 65“. Beruf Gangsta-Rapper. Seit ein paar Tagen bei Sony unter Vertrag. Am vorvergangenen Freitag im Alevitischen Kulturzentrum Rheinhausen. Ein paar Hundert Jugendliche, die meisten mit Migrationshintergrund, wollen Massiv sehen. Nach rund 30 Sekunden ist schon alles vorbei. Ein junger Mann stürmte aus dem hinteren Bereich der Bühne und schlägt Massiv von der Bühne. Udo Müller hat mit Massiv und den Schlägern von Duisburg gesprochen.


Büsingen - Ein deutsches Dorf in der Schweiz

Sie zahlen nur 1,11 Euro für einen Liter Benzin, aber dafür haben sie mit Identitätsproblemen zu kämpfen: Wenn die Einwohner der einzigen deutschen Exklave Büsingen ins Mutterland fahren, verstehen dort die wenigsten ihren Schweizer Akzent. Und das ist nicht das einzige Problem, mit dem die 1400 Büsinger zu kämpfen haben. Im Pressburger Frieden von 1805 war der Ort Württemberg zugeschlagen worden, fünf Jahre danach ging Büsingen an das Großherzogtum Baden über. Dabei blieb es. Die Sondersituation führt zu zahlreichen Besonderheiten. Der Ort hat zwei Postleitzahlen - eine für jedes Land - und zwei Telefonzellen: eine fürs Schweizer und eine fürs deutsche Netz. Claas Meyer-Homer berichtet.


Goldkehle aus dem Handyladen - Paul Potts Traumkarriere

Am 9. Juni betritt ein kleiner Man die Bühne der Talentshow "Britain's Got Talent". Seine Name: Paul Potts. Sein Lied: "Nessun Dorma" aus Puccinis "Turandot". Die Juroren verdrehen die Augen. Oper?! Bitte nicht. Potts, Handyverkäufer aus Wales, beginnt zu singen. Den Jurymitgliedern vergeht das ironische Grinsen, wenig später feiern die Zuschauer den 36-Jähigen mit Standing Ovations.

Auch wenn erst nach der Show richtig klar wurde, dass Potts schon als "Amateur-Opernsänger" öffentlich aufgetreten ist: die Aschenputtel-Version des Aufstiegs vom Handyverkäufer zum Superstar ist zu schön, um nicht daran zu glauben. Sonka Terfehr hat mit Potts und seinem Gesangslehrer gesprochen.


Die Frau ohne Gesicht – Jagd auf ein Phantom

Die Mörder schossen ohne Vorwarnung. Auf dem Parkplatz der Heilbronner Theresienwiese stirbt die Polizistin Michelle K. Sie wird nur 22 Jahre alt. Ihr Kollege Martin A. (24) erlitt schwere Verletzungen, lag im Koma. Die Schüsse wurden aus nächster Nähe gezielt auf den Kopf abgegeben. "Was uns so zu schaffen macht, ist die Brutalität. Das kam einer Hinrichtung gleich", sagte Wolfgang Speck von der Polizei-Gewerkschaft. Seit ein paar Tagen gibt es in dem Fall eine neue Spur: Ermittler sicherten am Tatort DNA-Material einer Verdächtigen, die seit fast genau 14 Jahren in Österreich und Deutschland Verbrechen verübt. Morde, Einbrüche, Beschaffungskriminalität. Die DNA der Unbekannten findet sich an über 20 Tatorten. Detlev Konnerth und Rene Schulhoff haben die Taten rekonstruiert.