SPIEGEL TV exklusiv: "Ich bin Bella" - Das Doping-Geständnis des Jörg Jaksche - DER SPIEGEL
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SPIEGEL TV exklusiv "Ich bin Bella" - Das Doping-Geständnis des Jörg Jaksche

Weitere Themen der Sendung: Das Doppelgänger-Experiment - Neues aus der Zwillingsforschung; Die Methoden des Osmani-Clans - Ein Kronzeuge packt aus; Zwischen Wortmüll und Kopfsalat - Das Kauderwelsch deutscher Politiker
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SPIEGEL TV exklusiv: "Ich bin Bella" - Das Doping-Geständnis des Jörg Jaksche

Er sieht nicht aus wie ein dreißigjähriger, sondern irgendwie jünger. Sehr schlank, kantiges Gesicht, blaue Augen. Das erste Gespräch ist nicht einfach. Er passt auf, überlegt kurz bei den Antworten. Was haben Sie genommen? "Epo, Wachstumshormone, Cortison, Bluttransfusionen." Über welchen Zeitraum? "Über 10 Jahre."

Dann fallen Namen. Der von Gianluca Stanga, seinem ersten Profi-Teamchef, heute Team-Milram. Oder Walther Godefroot, der Dauer-Leugner, der immer von nichts weiß. Mit Jens Voigt hat er auch mal übers Thema geredet. Mit Bjarne Riis ebenso.

Bis heute unklar: seine Rolle im Fuentes-Skandal. Der spanische Arzt war 2006 nach einer Razzia einer Anti-Drogen-Einheit der Guardia Civil nach viermonatiger Observation aufgeflogen. Fuentes hatte Radprofis mit Eigenblut gedopt.

Jaksche ist mit SPIEGEL TV nach Madrid gereist und berichtet erstmals über seine Trips zum Blut-Doktor. "Ich bin Bella. Das war der Name meines Hundes."

Doch so einfach, wie das ganze klingt, ist es gar nicht. Die Geschichte des flächendeckenden Dopings im Radsport hat auch zu tun mit Abhängigkeiten, mit der Liebe zum Beruf und mit dem Druck der Sponsoren.


Das Doppelgänger-Experiment - N eues aus der Zwillingsforschung

Als sie sich nach 26 Jahren das erste Mal gegenüberstanden, war es wie ein Blick in den Spiegel. Kurz nach ihrer Geburt waren die Zwillinge Conny und Uli in ein Heim gekommen und später von verschiedenen Paaren adoptiert worden. Die eine wuchs im Osten auf, die andere verbrachte ihre Kindheit und Jugend im Westen. Trotz der unterschiedlichen Gesellschaftseinflüsse war die Parallelität bestimmter Ereignisse verblüffend. So hatten beide Frauen mit zwanzig ein Kind bekommen, zeitgleich den Führerschein gemacht und im gleichen Jahr ihren Blinddarm verloren. Conny und Uli sind für Forscher ein Glücksfall. Denn neben äußeren Gemeinsamkeiten lassen sich bei eineiigen Zwillingspärchen heutzutage auch entscheidende Unterschiede feststellen. Beispielsweise beim Kalorienverbrauch. Experimente haben gezeigt, dass nicht jeder Zwilling bei gleicher Ernährung gleich dick wird. Sanja Hardinghaus über neue Studien am doppelten Lottchen.


Die Methoden des Osmani-Clans - E in Kronzeuge packt aus

Seit Wochen wird am Würzburger Landgericht nach der Wahrheit gesucht. Es geht um angebliche Scheingeschäfte, Millionendeals und Betrug. Angeklagt ist Burim Osmani - ein Mann den viele der Hamburger Albaner-Mafia zuordnen. Jahrelang konnte die Justiz dem weit verzweigten Geflecht des Clans scheinbar nichts anhaben. Prostitution, Drogenhandel, Schutzgelderpressungen und Glücksspiel - es gibt kaum eine Variante der organisierten Kriminalität mit der die Osmani-Brüder nicht in Verbindung gebracht wurden. Doch erst als zum Schein ein Altersheim gekauft wurde und entscheidende Zeugen über den Deal auspackten, landete Burim Osmani vor Gericht. Einer der Hauptbelastungszeugen ist Hans Joachim Vogt. Ein Projektentwickler, der trotz mehrfacher Drohungen bereit ist, gegen Osmani auszusagen. Felix Kasten hat exklusiv mit ihm gesprochen.


Zwischen Wortmüll und Kopfsalat - D as Kauderwelsch deutscher Politiker

" Mag es so sein, und es ist leider so, dass ein paar Tropfen Wasser zu viel in den Wein gekommen sind und den Wein verwässern, dann ist man traurig". Was will uns SPD-Chef Kurt Beck mit Sätzen wie diesen eigentlich sagen? Oder Finanzminister Peer Steinbrück, wenn er bekannt gibt, dass "wir ein Strukturproblem auf der Ausgabenseite haben". Klingt nach unkontrollierter Geldverschwendung, nur hübscher formuliert. Für den Normalbürger ist das politische Gerede ihrer gewählten Vertreter oft nicht mehr als eine weitere Fremdsprache. Mit rätselhaften Worten wie "Nachhaltigkeit, "Investivlohn", "Bilateralisierung" oder "Subsidiaritätsprinzip"- Nix verstehen? SPIEGEL-TV-Reporter Dirk Schulze auch nicht.