Nebeneinkünfte Das seltsame Arbeitsleben der Bundestagsabgeordneten
Nebeneinkünfte - Das seltsame Arbeitsleben der Bundestagsabgeordneten
Die Bundestagsabgeordneten bei ihrer Arbeit wurden in dieser Woche lediglich gestört von den parlamentarischen Mühen in der Ebene. "Sitzungswoche" heißt das, wenn Abgeordnete im Reichstag zu seien haben und sich Gedanken ums liebe Vaterland machen sollen. Am Donnerstag veröffentlichte nun die Bundestagsverwaltung eine Aufstellung aller Nebenjobs und Einkünfte der Volksvertreter. Offensichtlich ist es so, dass etliche Abgeordnete mit ihren Nebenjobs mehr Zeit verbringen, als im Namen der Demokratie als Parlamentarier zu wirken. So waren am Donnerstagabend lediglich 38 MdBs im Hohen Hause.
Hannes Ravic hat im Bundestag nachgefragt, wo denn der Rest sei.
Die menschliche Schranke - Arbeitsbeschaffung in Pullach
Die Zeitrechnung von Monika Feyerabend ist anders als die der übrigen Menschen. Frau Feyerabend zählt in Zügen, genauer gesagt in S-Bahnen. Über sechzig muss sie pro Tag hinter sich bringen, dann ist ihr Dienst erledigt. Jedes Mal wenn sich ein Zug ihrem Bahnübergang in Pullach nähert, muss die Dame mit der organgefarbenen Schutzkleidung die Fahrbahn absperren. Das ist notwendig, nachdem die echte Schranke den Geist aufgegeben hat und die Ersatzteile auf sich warten lassen. Seitdem ist Monika Feyerabend die Schranke, bewaffnet mit einem flatternden Band und reichlich Ausdauer.
Beata Arnold hat sie bei ihrer Schicht begleitet.
BenQ/Siemens - Die Zerstörung eines ehemaligen Vorzeigeunternehmens
Seit dem 1. Juli ist Klaus Kleinfeld nicht mehr der Boss bei Siemens. Nach zweieinhalb Jahren an der Spitze hinterlässt er im ehemaligen Siemens-Standort Kamp-Lintfort eine wirtschaftliche Katastrophe. Wo einst dreitausend Beschäftigte Handys zusammenbauten, läuft heute nichts mehr. Erst vor wenigen Wochen wurden die letzten Überreste der BenQ/Siemens Pleite versteigert. Die taiwanesische Firma BenQ hatte die marode Handysparte für einen Spotpreis gekauft, ein Jahr lang Know How aus dem Unternehmen gezogen und dann Insolvenz angemeldet.
Andreas Dieste über eine Geschichte voller Pleiten, Pech und Pannen, die tausende von Arbeitsplätzen kostete.
Entbindung auf vier Pfoten - Die High-Tech-Veterinäre von Gießen
Wenn der Stichtag naht und Komplikationen drohen, geht es im Kreißsaal der Tierklinik hoch her. Schwangere Stuten, trächtige Kühe oder Hamster in anderen Umständen - in der Gießener Uniklinik hat man sich auf das Thema Fortpflanzung spezialisiert. Die knapp 1000 Studienplätze im Bereich Veterinärmedizin sind heiß begehrt und werden in fast 90 Prozent aller Fälle mit weiblichen Studentinnen besetzt.
Detlev Konnerth hat sich den tierischen Marathon im Kinderkriegen angesehen.
Rollender Streifenbulle - Ein Robocop made in Russland
Als erste meldete es die Zeitung "Rossiskaja Gaseta". Am nächsten Tag zogen sueddeutsche.de, Welt und Morgenpost nach: ein Polizeiroboter mit der Bezeichnung "R. BOT 001" sei im russischen Perm im Einsatz. Das Ding wiegt wohl über 250 Kilogramm sei mit fünf Kameras und einem Hilfeknopf für Passanten ausgestattet. Der Koloss könne sogar einfache Anweisungen geben, wie etwa, keinen Wodka auf der Straße zu trinken.
SPIEGEL-TV-Reporterin Anna Sadownikowa fuhr schnurstracks nach Perm und ließ sich den Polizisten aus Blech vorführen.