Tatwaffe Auto: Rekonstruktion einer mörderischen Geisterfahrt - DER SPIEGEL
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Tatwaffe Auto Rekonstruktion einer mörderischen Geisterfahrt

Weitere Themen der Sendung: 15 Sekunden bis zum Einschlag - Bombenalltag in Sderot; Mutterliebe Fehlanzeige - Wenn das eigene Kind zum Fremdkörper wird; Explosion am Himmel - Neues aus der Blitzforschung
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Tatwaffe Auto - Rekonstruktion einer mörderischen Geisterfahrt

Er wollte nicht einfach nur sterben. Er wollte andere mit in den Tod nehmen. Mitten in der Nacht fuhr Joachim L. deshalb als Geisterfahrer auf die Autobahn. Mit Höchstgeschwindigkeit steuerte er entgegenkommende Fahrzeuge an. Die ersten drei konnten dem lebensmüden Friedhofsgärtner noch ausweichen. Erst der vierte Wagen, ein weißer Opel Corsa, konnte nicht mehr rechtzeitig die Spur wechseln und knallte frontal gegen den roten Opel Astra von Joachim L. . Alle vier Insassen und der Geisterfahrer waren sofort tot.

Gudrun Altrogge über Motiv und Rekonstruktion eines verheerenden Selbstmordes.


15 Minuten bis zum Einschlag - Bombenalltag in der israelischen Stadt Sderot

Wenn der Alarm in der isaraelischen Stadt Sderot losgeht, bleibt den Bewohnern nur wenig Zeit. Innerhalb von fünfzehn Sekunden müssen sie einen Schutzraum gefunden haben. Sonst laufen sie Gefahr von einer Rakete getroffen zu werden. Denn westlich von Sderot liegt der Gazastreifen der Palästineser, von wo aus seit nunmehr sechs Jahren jeden Tag und jede Nacht selbst fabrizierte Kurzstreckenraketen abgefeuert werden.

Peter Hell über ein Leben in ständiger Angst.


Keine Mutterliebe - wenn das eigene Kind zum Fremdkörper wird

Wie selbstverständlich setzt die Gesellschaft voraus, daß eine frischgebackene Mutter ihr neugeborenes Kind über alle Maßen liebt. Ist das nicht der Fall, ist die Umwelt geschockt und reagiert mit Unverständnis. Für die betroffenen Mütter eine Qual, über die viele kaum sprechen können. Für sie ist das eigene Fleisch und But nur ein lästiger Gegenstand, den sie am liebsten loswerden würden. Die Medizin spricht in solchen Fällen von postpartaler Depression.

Sanja Hardinghaus hat mit Müttern gesprochen, die erst mühsam lernen mußten, sich als solche zu fühlen.


Explosionen am Himmel - neues aus der Blitzforschung

Juli und August ist Gewittersaison. In dieser Zeit herrscht am Himmel über Deutschland Hochspannung und bei der darunter lebenden Bevölkerung mitunter Lebengefahr. Schließlich sind es etwa zwei Millionen Blitze, die jährlich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100.000 Kilometern pro Sekunde zur Erde rasen und dort mit einer Temperatur von bis zu 30.000 Grad auf ihr Ziel treffen. Umso erstaunlicher, daß die meisten Menschen einen Blitzeinschlag überleben. Wenn auch oft mit schweren Verletzungen.

Dirk Schulze hat die neuesten Erkenntnisse zusammengetragen.