Die Schweizer Spur im Fall Madeleine Zwei verschwundene Mädchen und ein toter Kinderschänder
Zwei verschwundene Mädchen und ein toter Kinderschänder - Die Schweizer Spur im Fall Madeleine
100 Tage ist sie jetzt schon weg und die Suche nach ihr wird immer verworrener. Mittlerweile sind selbst die Eltern der vermissten Madeleine unter Verdacht geraten. In einem aktuellen Interview mit SPIEGEL TV äußerten sie sich empört über die neuen Entwicklungen. "Dass wir jetzt verdächtigt werden, ist unglaublich schwer zu ertragen", so Jerry McCann.
Unterdessen läuft auch die Fahndung nach der ebenfalls vermissten Ylenia aus dem schweizerischen Appenzell auf Hochtouren. Nach dem Selbstmord ihres mutmaßlichen Entführers, Urs Hans von Aesch, schließen die Ermittler einen Zusammenhang mit dem Fall Madeleine nicht aus. Von Aesch hatte jahrelang in Spanien gelebt und fuhr einen weißen Kastenwagen, der auch im Fall Madeleine eine Rolle spielt. Gudrun Altrogge, Hendrik Vöhringer und Udo Müller berichten.
Ballermann nimmt Kurs auf Sylt - Die Angst der Edelurlauber vor dem Massentourismus
Bislang war das noble Eiland nur mit dem Zug oder mit dem Privatflieger zu erreichen. Doch seit kurzem kann der gemeine Urlauber Sylt auch mit dem Großraumflugzeug angreifen. Dreimal täglich fliegt Air Berlin die Insel an.
Die Folge: Die oberen Zehntausend fühlen sich eingeengt und in den Luxus-Villen der Superreichen geht die Angst vorm Billig-Touristen um. Eine Horrorvision, die man bisher in El Arenal vermutete und nicht am Westerländer Nordseestrand. Abschotten heißt jetzt die Devise und den Frust mit Champagner runterspülen. Alexandra Ringling über den Kampf der Sylter gegen ein Gespenst.
DJ Hitler - Adolfs heimliche Musikleidenschaft
Über 60 Jahre nach Kriegsende sind Teile von Hitlers Schallplattensammlung wieder aufgetaucht - auf dem Dachboden der Datschen-Siedlung "Nikolina-Gora" unweit von Moskau. Früher gehörte die Datscha Lew Besymenski, einem ehemaligen Hauptmann des militärischen Aufklärungsdienstes der 1. weißrussischen Front, der die Musiksammlung nach dem Krieg offenbar mit in seine Heimat brachte. Überraschender noch als der Fund selbst ist die Tatsache, dass auf vielen der gefundenen Platten Feindmusik ist. Berühmte russische Komponisten ebenso wie jüdische Künstler. Anna Sadovnikova hat sich die Sammlung in Moskau angesehen.
Die reisenden Toten - In Tschechien werden Leichen zum Spottpreis eingeäschert
An manchen Tagen beginnt die Arbeit mit dem Tod für Hartmut Woite mit einer Frühschicht. An solchen Tagen fährt der Bestatter von Berlin nach Tschechien. Im Gepäck: ein halbes Dutzend Leichen. Seit ein paar Jahren betreibt Woite einen Sarg-Discount, Billigeinäscherungen sind seine Spezialität. Um die Kosten niedrig zu halten, muss er mit den toten Kunden jedoch das Land verlassen. In einem Sammeltransporter fährt er die Verstorbenen nach Tschechien. Denn dort kostet eine Feuerbestattung nur rund 60 Euro. Für deutsche Verhältnisse ein Schnäppchen. Rene Schulthoff ist mitgefahren.