Mit Null Promille durch die Nacht? Neue Debatte um Alkoholverbot
Mit Null Promille durch die Nacht? - Neue Debatte um Alkoholverbot
Noch schnell ein Sixpack von der legendären Essotankstelle oder vom nahen Pennymarkt - so beginnt für viele jugendliche Kiez-Bummler der nächtliche Streifzug durchs Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli. Der Alkohol in den Diskotheken ist den meisten zu teuer, also wird "vorgeglüht", wie sie es nennen, auf den Strassen rund um die Reeperbahn, unter freiem Himmel.
Genau das aber stört zunehmend Politik und Polizei. Nachdem es in den vergangenen Wochen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss gekommen ist, wird der Ruf nach einem Alkoholverbot in der Öffentlichkeit immer lauter. Die Argumente: Je höher der Alkoholpegel, desto geringer die Aggressionsschwelle, desto größer die Gewaltbereitschaft. Sind diese Vorstöße nur eine weitere Variante der zunehmenden staatlichen Regulierungslust oder tatsächlich ein probates Mittel im Kampf gegen die Gewalt auf der Straße?
SPIEGEL-TV-Reporter haben sich an einem Wochenende auf den Straßen von St. Pauli umgesehen.
Vom Rindvieh zur Milchmaschine - Die Turbokuh
Gäbe es den Menschen nicht, sie hätte eine Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren. So alt aber wird heute kaum eine Milchkuh. Nach spätestens sieben Jahren und maximal hunderttausend Litern Milch wartet auf sie der Schlachthof. Die Beine tragen nicht mehr, ihre Knochen sind porös, das Kalzium ist mit der jahrelangen Milchproduktion aus ihrem Körper gewichen. Doch anders als mit zunehmend industrieller Produktionsweise ist die weltweite Nachfrage nach Milch und Milchprodukten nicht mehr zu bewältigen. Neue Rassen werden gezüchtet, die noch mehr Milch geben, in noch kürzerer Zeit. Tierschützer wollen jetzt, dass die industrielle Milchproduktion ähnlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt, wie vor Jahren die Käfighaltung bei Hühnern. Einen Gnadenhof für alte, ausgelaugte Kühe gibt es schon. Das älteste Tier auf diesem Bauernhof im Hessischen ist immerhin 18 Jahre alt.
Krieg im Maßstab 1 : 4 - Russische Minipanzer erobern die Welt
Früher galt die Stadt Stalingrad als einer der führenden Produktionsstandorte für Panzerfahrzeuge in der Sowjetunion. Heute heißt die Metropole an der Wolga folgerichtig Wolgograd, und es entstehen nur noch etwa 30 Kettenfahrzeuge pro Jahr. Und die rollen auch nicht aus großformatigen Fabrikhallen, sondern verlassen den Bastelkeller von Firmenbesitzer und Werkstattleiter Aleks Schlachter, im Maßstab 1.16 bis 1.4, je nachdem wie der Kunde es gerne hat. Seit zehn Jahren beliefert der russische Waffenbauer Militaria- Liebhaber auf der ganzen Welt: Amerikaner, Inder, Deutsche, selbst ein arabischer Scheich zählt inzwischen zur Kundschaft. Inzwischen beschäftigt der 46jährige Unternehmer zwanzig Mitarbeiter in der hauseigenen Waffenschmiede. Seine jüngste Auftragsarbeit hat er gerade ausgeliefert: Ein Modell des "Königstiger" der ehemaligen deutschen Wehrmacht, dreihundert Kilo schwer, für einen Sammler im Ruhrgebiet.