Tod auf der Schweinefarm Frauenmörder vor Gericht
Tod auf der Schweinefarm - Frauenmörder vor Gericht
Zehn Monate lang mussten sich die Geschworenen im Strafprozess gegen den kanadischen Schweinefarmer Robert Pickton grauenhafte Details über die Ermordung von sechs Frauen anhören. Es wurde berichtet von abgetrennten Köpfen und Gliedmaßen, herausgebrochenen Zähnen und verwesten Knochen, die auf Picktons Hof gefunden wurden. Von einem erhängten Frauenkörper in der Scheune war die Rede und von der Vermutung, dass der 58-jährige Teile der Opfer an seine Schweine verfüttert hat. Obwohl nur sechs Fälle verhandelt werden, gehen die Ermittler davon aus, dass Pickton insgesamt 26 Frauen getötet hat. Die meisten stammten aus dem Drogenmilieu Vancouvers. Die Geschworenen müssen in diesen Tagen entscheiden, ob der Angeklagte schuldig ist. Karin Assmann über die schlimmste Mordserie Kanadas.
Fluch der Millionen - "Lotto-Michi" zieht Bilanz
Es sollte der schönste Tag seines Lebens werden. Als Michael Broers vor 13 Jahren sechs Richtige im Lotto hatte, schien die Welt plötzlich schwer in Ordnung. Knapp drei Millionen - so glaubte er damals - reichen aus, um lebenslang glücklich zu sein. Doch dann nahm die Geschichte einen anderen Verlauf. Erst kamen die Bittsteller aus dem Bekanntenkreis, dann die Schmarotzer aus der eigenen Familie und irgendwann auch die Ermittlungsbehörden. Der Lotto-Millionär war trotz eigener Autofirma immer wieder ohne Führerschein erwischt worden. Es folgte Gefängnis, Hartz Vier und die späte Erkenntnis, dass ein Lotto-Gewinn nur dann Spaß macht, wenn man ihn mit niemandem teilen muss. Sanja Hardinghaus hat den verlorenen Gewinner besucht.
Vom Belastungszeugen zum Verdächtigen - bizarre Wende im Wormser Missbrauchsprozess
Früher war Stefan S. Heimleiter. Heute wird er verdächtigt, mehrere Kinder mißbraucht zu haben. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen und die Einrichtung geschlossen. Stefan S. ist kein Unbekannter. Mitte 90er Jahre fiel sein Name im Zusammenhang mit den sogenannten Wormser Mißbrauchsprozessen. Der Heimleiter gehörte damals zu denen, die die Verfahren maßgeblich mit initiierten. 25 Mütter und Väter wurden damals angeklagt, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben. Auch wenn das Gericht später ihre Unschuld feststellte, waren die meisten Familien danach für immer zerstört. Die neuen Beweise geben der Rolle von Stefan S. ein völlig neues Licht. Gudrun Altrogge und Felix Kasten berichten.