"Es ist Gottes Wille, wenn wir es schaffen": Flüchtlingsdrama in Griechenland - DER SPIEGEL
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"Es ist Gottes Wille, wenn wir es schaffen" Flüchtlingsdrama in Griechenland

Weitere Themen der Sendung: Unter Verdacht – die unglaublichen Mordfälle der Schwarze Witwe von Bodenfelde; Brösel-Beton - Holocaust-Mahnmal ohne deutsche Wertarbeit; Tödliche Auseinandersetzung - Aufstand in Köln-Kalk
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"Es ist Gottes Wille, wenn wir es schaffen" - Flüchtlingsdrama in Griechenland

Das Tor zur Freiheit liegt im Westen Griechenlands. Seit Jahren ist die Hafenstadt Patras auf den Peleponnes Ausgangspunkt für tausende Flüchtlinge, die es nach Nordeuropa, insbesondere Deutschland drängt. Täglich versuchen Hunderte von ihnen sich unter einen der LKW zu verstecken, die Richtung Italien eingeschifft werden. Ein menschliches Drama, für das sich bislang kaum jemand interessiert hat.

Es ist das langgezogene Heulen der Schiffssirene, die Jaweds Augen kurz aufblitzen lassen. "Gleich geht es los", flüstert er. Neben ihm drängen sich etwa dreißig Männer. Eine weitere Gruppe steht etwa fünfzig Meter weiter entfernt, daneben die nächste. Ihre wenigen Habseligkeiten haben die Männer in Plastiktüten oder kleinen Sporttaschen verstaut. Die meisten kommen aus Afghanistan, einige aus dem Irak. Jetzt stehen sie hinter einem drei Meter hohen Maschendrahtzaun und schauen sehnsüchtig auf die andere Seite.Peter Hell hat die Flüchtlinge mehrere Tage begleitet.


Unter Verdacht - die unglaublichen Mordfälle der Schwarze Witwe von Bodenfelde

Es hat keiner gemerkt, weder Polizei noch Angehörige. 20 Jahre lang versprach die ehemalige Prostituierte Lidia L. (68) aus dem niedersächsischen Bodenfelde Männern aus der ganzen Bundesrepublik ein bisschen Glück im Alter. Angebliche Liebe gegen Bares: Häuser, Grundstücke und hunderttausende Euro wechselten den Besitzer. Vier Männer wurden sogar umgebracht. Angeblich im Auftrag von Lidia L.. Sanja Hardinghaus und Thule Möller haben mit Angehörigen und Ermittlern gesprochen.


Brösel-Beton - Holocaust-Mahnmal ohne deutsche Wertarbeit

Wenn es drauf ankommt, sind wir zu Höchstleistungen bereit. Als Fußballweltmeister alle an die Wand spielen, Autobahnen und Mauern bauen oder diverse Weltkriege anzetteln: eigentlich können wir Deutschen es doch. Nur mit dem Mahnmal in Berlins Mitte hapert es. Risse durchziehen den Beton. Nix is mit deutscher Wertarbeit. Dabei hätten die Erbauer nur mal in den Weddinger Humboldthain rüber gehen müssen. Da steht ein Bunker aus Beton, wie ihn Deutsche nie besser bauen konnten: riesig, unverwüstlich, nicht kaputtbar. Dirk Schulze mit einer Polemik.


Tödliche Auseinandersetzung - Aufstand in Köln-Kalk

Eigentlich ist der Fall klar: zwei Jugendliche wollen zwei gleichaltrige Jungs ausrauben. Eines der potentiellen Opfer zieht - in die Ecke gedrängt - ein Messer und sticht zu. Einer der Räuber stirbt. "Klassische Notwehrhandlung", so die Polizei später. Doch die Angehörigen und Freunde des 17- jährigen Toten gehen seit ein paar Tagen auf die Strasse und demonstrieren. Für Gerechtigkeit, Arbeitsplätze und gegen Rassismus. Die Stimmung ist aufgeheizt, man fühlt sich an die Unruhen in den Pariser Vororten erinnert. Ein Hauch von Banlieu weht durch Köln-Kalk. Claas Meyer-Hoyer war dabei.