Der Traum von Olympia Die Nazi-Spiele von 1936
Wolfgang Fürstner vor einem Modell des Olympischen Dorfes
Foto: SPIEGEL TV GmbH/Martin ValentinSport und Politik mutieren zu einer Symbiose, die Spiele werden zum Propagandafest der Nationalsozialisten - generalstabsmäßig geplant und durchgeführt. Das Doku-Drama "Der Traum von Olympia" zeichnet die Ereignisse vom Sommer 1936 nach. Im Mittelpunkt der Dokumentation (Autor: Florian Huber, Regie: Mira Thiel, Produzent: Kay Siering) steht Wolfgang Fürstner, der Kommandant des Olympischen Dorfes. Sein Traum von Olympia zerplatzt, weil herauskommt, dass der NS-Funktionär jüdische Vorfahren hat. Nach Abschluss der Spiele begeht Fürstner Selbstmord.
Der Film erzählt die Geschehnisse konsequent aus der Perspektive der Protagonisten. "Der Traum von Olympia" ist eine Reise durch ein Ereignis, das in Entstehung und Verlauf eine große Metapher für das Leben im Dritten Reich war. Auf der einen Seite stand ein Deutschland, das sich als neu empfand, das sich selbst und viele Besucher beeindruckte und blendete. Auf der anderen Seite standen diejenigen, die nicht dazu passten und nicht dazu gehören durften.