Biographie: Der Architekt Helmut Jahn - DER SPIEGEL
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Biographie Der Architekt Helmut Jahn

Transparente Glas- und Stahlkonstruktionen machen seine Gebäude unverwechselbar. Der Architekt des Sony Centers, Helmut Jahn, ist Amerikaner deutscher Herkunft.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

1940 in Nürnberg geboren, begann der Architekt des Sony Center seine Karriere in Deutschland. Seinen Abschluss in Architektur machte Helmut Jahn 1965 an der Technischen Hochschule München. 1966 ging er in die USA, um am Illinois Institute of Technology in Chicago ein weiteres Jahr Architektur zu studieren. Dort arbeitete er nebenbei in dem Architektenbüro C. F. Murphy, wo er 1973 Vizedirektor wurde. Mit seinen Entwürfen gelang ihm der Durchbruch zu einem der in Nordamerika und in der westlichen Welt angesehensten Architekten. Zahlreiche Ausstellungen und Bücher seiner Bauprojekte in den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien und Japan dokumentieren sein Werk.

Durch eine Umbenennung des Chicagoer Büros erfolgte 1981 die Gründung der Architektengemeinschaft Murphy/Jahn, deren Inhaber er 1983 wurde. Zu seinen Bauten gehören Bahnhöfe, Bibliotheken, Büro-, Flughafen- und Gerichtsgebäude, Hotels, Schulen, Sportstadien und Wirtschaftsbauten in Deutschland, Iran, Kolumbien, Südafrika und in den USA. In Berlin entstehen Hochhäuser am Kurfürstendamm, am Hauptbahnhof und am Potsdamer Platz nach seinen Entwürfen. Sein persönlicher Baustil, der sich besonders in seinen Entwürfen für Hochhäuser ausdrückt, wurde als "romantisch inszenierte Postmoderne" bezeichnet.