SPIEGEL TV Extra Ein Stahlwerk zieht nach China
Dafür werden mehr als 75 Meter Kräne abgebaut, ganze Züge verladen, Walzen zerschnitten und tonnenweise Material auf Schwertransportern verladen. Es ist die größte Demontage-Aktion seit mehr als 50 Jahren - ein Puzzle aus 250.000 Tonnen Stahl. Jedes noch so kleine Teil wird gekennzeichnet, verpackt und nach Zhangjiagang verschifft. Dort baut der Shagang- Konzern die Hütte eins zu eins wieder auf. Ein logistisches Meisterwerk.
SPIEGEL TV hat den größten Industrieumzug in der deutschen Nachkriegsgeschichte begleitet.
Etwa viereinhalb Millionen Tonnen Stahl produziert das chinesische Stahlunternehmen Shagang heute - nach dem Neuaufbau der Dortmunder Anlagen soll die Kapazität um weitere vier Millionen Tonnen erhöht werden
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Per Lkw und Binnenschiff gelangen die demontierten Teile von Dortmund an die Nordsee, wo sie auf Ozeanriesen verschifft und in die Provinz Jiangsu nahe Shanghai transportiert werden
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Damit Hochofen, Sinteranlage und Warmbreitbandstraße überhaupt transportiert werden können, werden sie in Einzelteile zerlegt, die akribisch numeriert und katalogisiert werden
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Der Glanz vergangener Zeiten ist dahin: Nach 160 Jahren geht mit dem Verkauf des letzten Hochofens eine traditionsreiche Ära der Eisen- und Stahlproduktion in Dortmund zu Ende
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STRUKTURWANDEL
China-Town in Westfalen
Seit Tagen belagert ein Trupp von rund 100 Chinesen in
blauen und roten Overalls das einstige Wahrzeichen des
Dortmunder Nordens. Wie Zirkusakrobaten turnen sie in
Schwindel erregender Höhe über den Hochöfen der
Westfalenhütte. Jeder noch so rostige Winkel wird
begutachtet, geprüft und anschließend mit schwerem Gerät
sorgfältig abgebaut. mehr...