Dickhäuter in anderen Umständen: Protokoll einer Elefantengeburt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dickhäuter in anderen Umständen Protokoll einer Elefantengeburt

Elefanten gehören zu den Attraktionen in deutschen Tierparks. Die Zucht der Dickhäuter jedoch erfordert zoologisches Fingerspitzengefühl und finanzielles Engagement.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?



Ein Elefantenbulle führt in freier Wildbahn ein eigenes Leben abseits der Kuhherde. Im Zoo benötigt er deswegen ein separates Haus und Freigehege. Im Hamburger Tierpark Hagenbeck errichteten die Besitzer einen Anlagekomplex, der die artgerechte Haltung und Fortpflanzung der Elefanten ermöglicht. Am so genannten "Schmusegitter", welches das Bullengehege vom dem der Kuhherde trennt, finden Prachtbulle "Hussein" und ausgewählte Damen zueinander. Bei Sympathie und sexueller Bereitschaft kommt es dann zu Deckakten in seinem Refugium.

Fotostrecke

Dickhäuter in anderen Umständen: Protokoll einer Elefantengeburt

Foto: SPIEGEL TV

Nach 22 Monaten Tragzeit kommt es in diesem Jahr dicke: Gleich zwei Elefantendamen erwarten Nachwuchs. In Hamburg geht Familie Hagenbeck neue Wege: Nach Errichtung eines Geburtsstalls sollen die Kühe in Anlehnung an die Natur erstmalig innerhalb einer Herde gebären. Mit gemeinsamer Schwangerschaftsgymnastik wird auch die vietnamesische Jungkuh Lai Singh auf das Ereignis vorbereitet. Das Risiko ist naturgemäß hoch: Lai Singh ist Erstgebärende, und jede fünfte Elefantengeburt ist eine Totgeburt.

SPIEGEL TV protokolliert die letzten Schwangerschaftsmonate sowie die 26-stündige Niederkunft der Elefantenkuh Lai Singh.


TIERPARK HAGENBECK

Elefanten-Haltung mit Tradition

Elefanten-Haltung hat im Tierpark Hagenbeck eine über hundertjährige Tradition. Inzwischen wurden die ursprünglichen Gehege erweitert. In einer ausgedehnten Anlage lebt nun eine Zuchtgruppe Asiatischer Elefanten. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zucht dieser hochgradig bedrohten Elefanten zu einer der weltweit erfolgreichsten entwickelt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der schwierigen natürlichen Zucht und Aufzucht der Elefanten und der damit verbundenen gefährlichen Bullenhaltung. In dem Zoo leben 13 Asiatische Elefanten - ein Bulle, Elefanten-Kühe und -Kälber. Das jüngste Tier wurde am 14. Mai 2003 geboren.

Kontakt:
Tierpark Hagenbeck
Lokstedter Grenzstraße 2
22509 Hamburg-Stellingen
Tel.: 040/54 00 01-0
Fax: 040/54 00 01-32
Im Web: Tierpark Hagenbeck 


Öffnungszeiten:
März bis Oktober:
9.00 bis 17.00 Uhr (bei schönem Wetter bis 19.00 Uhr)
November bis Mitte März:
9.00 bis 16.30 Uhr


Eintrittspreise 2003:
Einzelkarte
Erwachsene: 12,50 Euro
Kinder (vier bis 16 Jahre): 7,50 Euro
Familienkarte: 35 Euro
Gruppenkarte (ab 15 zahlenden Personen):
Erwachsene: 11 Euro
Kinder: 6 Euro





TROPHÄENJAGD IN SIMBABWE

Blutbad im Tierparadies

Simbabwe war einmal eines der Safari-Paradiese Afrikas. Doch durch die Landreform von Präsident Robert Mugabe wurden nicht nur weiße Farmer ins Elend gestürzt. Wilderer und skrupellose Trophäenjäger rotten seitdem die wertvollen Tierbestände in den Naturreservaten aus. Die "Big Five" enden oft qualvoll. mehr...

Verwandte Artikel