Ohne Bleiberecht Einblicke in Deutschlands größten Abschiebeknast
Sabans Traum von Deutschland endet pünktlich um 16.30 Uhr. Dann startet die Maschine, die ihn zurück nach Mazedonien bringen wird. Direkt aus dem Abschiebegefängnis Büren in sein altes Leben, das Saban so gern hinter sich gelassen hätte. Wie dem Albaner ergeht es jedes Jahr Hunderten Ausländern, die abgeschoben werden. Für viele von ihnen ist Büren Endstation. In der ostwestfälischen Kleinstadt steht Deutschlands größter Abschiebeknast.
Wer hier landet, hat kein Recht zu bleiben, ist illegal nach Deutschland gekommen oder hat sich strafbar gemacht. Rund 300 Insassen warten hier oft mehrere Monate auf ihre erzwungene Ausreise. Viele verschweigen ihre wahre Herkunft, um die Abschiebung abzuwenden. Manch anderer verlässt den Knast als freier Mann, dank eines Eherings am Finger.