Nachtschicht im Casanova Ein Bordell als Familienbetrieb
Seit Januar 2002 regelt das Prostitutionsgesetz die rechtliche Stellung der sexuellen Dienstleister. Das Arbeiten im ältesten Gewerbe der Welt ist hierzulande seitdem nicht mehr rechtswidrig. Dennoch prägen Berichte von Zwangsprostitution, organisierter Kriminalität, Drogen und Nepp die öffentliche Wahrnehmung.
Dass es auch anders geht, beweist ein Beispiel aus dem niedersächsischen Walsrode: Barbara und Wolfgang Heer betreiben ihre Landbordelle als Familienunternehmen. Vor 25 Jahren gründete das Ehepaar seinen ersten Club, das Casanova. Die große Nachfrage zwang zur Expansion. Seither sind vier weitere Häuser hinzugekommen.
Land-Strip: Bordell Casanova
45 Prostituierte beschäftigt die Firma, zur Belegschaft gehören auch ein Hausmeister, mehrere Barfrauen und Wirtschafter. Zudem gibt es ein Büro mit Buchhalterin und Sekretärin. Längst steht der Sohn Michel als zukünftiger Firmenchef fest. Nach und nach wird der 22-Jährige in die Geschäfte eingeführt.
SPIEGEL TV Extra begleitet die Familie durch ihren ungewöhnlichen Arbeitsalltag: zwischen Bordell-Check, Baubesprechungen und Matratzenkauf.