Stumme Zeugen: Letzte Station - Rechtsmedizin - DER SPIEGEL
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Stumme Zeugen Letzte Station - Rechtsmedizin

Ob „C.S.I.“ oder „Medical Detectives“ – die Fernseh-Zuschauer lieben die Serien rund um das Thema Gerichtsmedizin. Wie viel haben die amerikanischen TV-Produktionen mit der Realität zu tun?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ein Vater findet seinen Sohn erhängt in dessen Wohnung. Er bewegt die Leiche, noch bevor die Polizei eintrifft. Die Beamten sind unsicher: Liegt ein Selbstmord vor oder verschweigt der Vater etwas?

Ein Fall für die Gerichtsmedizin. Bestehen auch nur die geringsten Zweifel an der Todesursache, wird vom Gericht eine Obduktion veranlasst.

Was bei den meisten Menschen für Ekel und Faszination sorgt, ist für die Experten in der Rechtsmedizin ein Job, der erledigt werden muss wie jeder andere. Denn auch der Tod eines Menschen ist ein bürokratischer Vorgang, der erst abgeschlossen werden kann, wenn alle offenen Fragen beantwortet sind. „Der Tod jeder Person ist einzigartig. Und jeder konkrete Tod ist genau zu untersuchen, als wäre es der wichtigste Fall!“, sagt Prof. Christian Reiter, Leiter der Wiener Gerichtsmedizin.

Eine Obduktion fällt selbst den Profis nicht immer leicht. Prof. Christian Reiter und seine junge Kollegin Dr. Astrid Krauskopf berichten über den Fall eines Selbstmörders, „flaue Mägen“ junger Kollegen und den Tod als das Tabu-Thema unserer Gesellschaft.

SPIEGEL TV Extra begleitet den Arbeitsalltag der Wiener Pathologen und gewährt einzigartige Einblicke in die faszinierende Welt der Rechtsmedizin.